Niki Lauda will AUA das Wasser abgraben:
Fluglinie NIKI soll weiterhin expandieren
- "Billig-Qualitäts-Airline" verzeichnet Passagierplus
- EU-Auflagen für AUA-Lufthansa für Lauda "peanuts"

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Niki Lauda sieht sich mit seiner Fluglinie NIKI als Profiteur vom Konkurs der SkyEurope und den Auflagen der EU für den Lufthansa-AUA-Deal. Seine "Billig-Qualitäts-Airline" habe trotz Wirtschaftskrise im ersten Halbjahr um ein Viertel mehr Passagiere verzeichnet, 20 Prozent mehr Umsatz gemacht und um 30 Prozent mehr Ergebnis, sagte Lauda.
Für das zweite Halbjahr sei er "eher vorsichtig, weil die "yield" (Einnahmen pro Passagier) zuletzt rückläufig gewesen seien und auch die neue Politik der Lufthansa/AUA noch nicht absehbar sei, so Lauda. Er gehe aber davon aus, dass das Rekordergebnis des Vorjahres von 7,1 Mio. Euro nach Steuern noch übertroffen werde.
Ab 2010 wird NIKI seine Flotte von bisher 12 auf 16 Flieger aufstocken, wobei zwei der neuen Maschinen von Laudas Partner Air Berlin (ca. 24 Prozent) geleast werden. Die beiden anderen würden so wie die übrigen Fluggeräte auf 12 Jahre finanziert. Die Airline habe von vornherein moderates Wachstum geplant, die jüngsten Ereignisse bei AUA und SkyEurope hätten das nun beschleunigt, sagte Lauda.
Bereits ab November 2009 fliegt die Airline dreimal täglich von Wien nach Frankfurt, nachdem die EU Lufthansa und AUA zur Abgabe von Slots auf dieser Strecke gezwungen hat. Die EU-Auflagen sind seiner Ansicht nach "peanuts": "Dies paar Slots werden der Lufthansa nicht weh tun", sagte Lauda. Ab Februar 2010 will NIKI täglich Sofia, Bukarest und Belgrad anfliegen, diese seien "langfristige Wachstumsmärkte" und wichtige Destinationen für das Drehkreuz Wien. Ab Sommer sollen dann die Strecken nach Rom und Paris verstärkt werden, außerdem werden die Ferienflüge nach Spanien, Griechenland, in die Türkei und nach Ägypten verstärkt und neu etwa Sardinien angeflogen, das bisher von SkyEurope bedient wurde.
(apa/red)

