Das Ende der Eiszeit: Vieraugengespräch zwischen Constantini und Ivanschitz in Mainz
- Teamchef traf sich mit Ex-ÖFB-Teamkapitän
- "Es ist viel vorgefallen. Haben alles ausdiskutiert"
Comeback von Ivanschitz im Team bleibt offen

·Österreich weiter in Constantinis Händen
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Unter den 20.300 Zuschauern, die im ausverkauften Bruchweg-Stadion saßen, hat auch ein prominenter Österreicher den 2:1-Heimsieg des FSV Mainz gegen Hertha BSC miterlebt. ÖFB-Teamchef Didi Constantini beobachtete Andreas Ivanschitz und traf danach den Ex-Teamkapitän zur vor einiger Zeit angekündigten Aussprache.
"Gut, dass wir miteinander geredet haben. Der Kontakt und die Kommunikation passen wieder. Es freut mich, dass er gekommen ist. Wir haben mehr über die Vergangenheit als über die Zukunft gesprochen", sagte Ivanschitz über das vorher in der Öffentlichkeit nicht angekündigte Treffen. Constantini hatte zuvor durchblicken lassen, dass er den Legionär in nächster Zeit besuchen werde.
Schon damals hatte der Tiroler per Telefon mit Ivanschitz Kontakt aufgenommen und sein Kommen avisiert gehabt. "Es war ein normales und gutes Gespräch. Ich bin keiner, der lange überlegt oder nachtragend ist. Es ist viel vorgefallen. Wir haben alles ausdiskutiert und ich blicke jetzt nach vorne. Wir werden sehen, was die Zukunft bringen wird", meinte der Legionär, der Constantini zum Abschied die Hand gereicht hatte.
Ob Ivanschitz schon für die letzten WM-Quali-Spiele gegen Litauen (10. Oktober) und in Frankreich (14. Oktober) wieder im ÖFB-Aufgebot stehen wird, liege nicht in seiner Macht, das entscheide einzig und alleine der Teamchef, meinte der "Rheinhesse", der aus den Reihen des FSV Mainz derzeit nicht wegzudenken ist. "Ob als Vollstrecker oder Vorbereiter: Andreas Ivanschitz wird immer stärker, für Mainz immer wertvoller", schrieb der "kicker" in seiner Montag-Ausgabe.
Wer in der Bundesliga Leistungsträger sei, an dem komme auch Österreichs Nationalteam nicht länger vorbei, meinte das deutsche Fachmagazin, das die Leistung des "Ösi" gegen die Berliner mit der guten Note 2,5 bewertete. Damit war er gemeinsam mit Hertha-Torhüter Jaroslav Drobny der beste Mann auf dem Platz. Ivanschitz hatte per Elfer den wichtigen Ausgleich zum 1:1 besorgt und war vor dem 2:1 durch Aristide Bance zum dritten Mal in dieser Saison als Assistent aufgetreten.
"Ich habe mich gut gefühlt, mir den Ball geschnappt und Verantwortung übernommen. Es war ein wichtiger Sieg für uns, denn jetzt haben wir acht Punkte, einen guten Start und können ruhig und mit etwas breiterer Brust zu den schweren Auswärtsspielen nach Bochum und Bremen fahren", so Ivanschitz.
Comeback bleibt offen
Ob Ivanschitz schon im nächsten Teamkader im Oktober aufscheinen wird, das wollte Constantini nach seiner Rückkehr von seiner Mainz-Reise noch nicht sagen. "Andi hat eine ordentliche Leistung geboten und befindet sich auf einem guten Weg. Unser Gespräch nach dem Match habe ich ebenso wie Andi als sehr positiv empfunden und so werden wir weiter in gutem Kontakt bleiben", ließ der ÖFB-Teamchef wissen.
(apa/red)
