Marko Arnautovic heiß auf Inter-Debüt: Mourinho baut auf ÖFB-Stürmer-Hoffnung
- "Möchte mich so schnell wie möglich im Team haben"
- Nach Stressfraktur: Verletzung ist völlig ausgeheilt

·Samuel Eto'o trumpft
auch in Mailand auf
Kameruner schießt Inter
zu 2:0-Sieg gegen Parma
Marko Arnautovic geht davon aus, demnächst sein erstes Pflichtspiel für Inter Mailand zu bestreiten. Sein Mittelfußknochenbruch ist endgültig ausgeheilt, lediglich im konditionellen Bereich hat der 20-Jährige noch leichte Defizite. "Es liegt an mir, dass ich das so schnell wie möglich aufhole", erklärt Arnautovic.
Startrainer Jose Mourinho hat dem Neuzugang bereits einen Platz in Aussicht gestellt, sofern er körperlich wieder bei 100 Prozent ist. "Ich werde alles dafür tun. Ich denke, dass ich diese oder nächste Woche im Kader sein werde", meint Arnautovic. In jenem für die Champions League scheint der Österreicher nicht auf, weil er aufgrund seiner Verletzung nicht für die Gruppenphase genannt worden war.
"Ich bin fast drei Monate auf Krücken gegangen", erinnerte Arnautovic. Beinahe hätte seine Verletzung sogar den Transfer von Twente Enschede zu Inter vereitelt. Nach monatelangem Tauziehen einigten sich die Clubs auf eine Leihvariante bis Saisonende, die in ein Fixgeschäft übergeht, sobald der Jungstar zehn Pflichtspiele absolviert hat. Geht es nach Arnautovic, sollen die neun Millionen Euro Ablöse sobald wie möglich fällig sein.
Bis zu zwei Stunden vor Trainingsbeginn lässt sich Arnautovic derzeit ins Inter-Trainingszentrum nahe von Como chauffieren, um Stabilisierungs- und Kräftigungsübungen zu absolvieren. "Die echte Fitness kommt aber nur über Trainings und Spiele", sagte der Offensivspieler, der sich Mitte Mai im niederländischen Cupfinale eine Stressfraktur zugezogen hatte. Seither hat Arnautovic nur ein Testspiel für Inter (3:3 gegen Lugano) absolviert.
Verletzung völlig ausgeheilt
Die Verletzung ist mittlerweile völlig auskuriert, lediglich Spezialeinlagen muss der Wiener zum eigenen Schutz noch tragen. "Die Ärzte haben mir gesagt, dass es dort, wo es gebrochen ist, nicht mehr brechen kann", versicherte Arnautovic. Dementsprechend mache er sich keine Sorgen mehr. "Ich denke auf dem Platz nicht einmal daran. Es kann nichts mehr passieren." Nun gelte es vor allem, sich in jedem Training bei Mourinho aufzudrängen.
"Er hat mir gesagt, dass er mich so schnell wie möglich in der Mannschaft haben will", verriet Arnautovic, der sich trotz der großen Konkurrenz im Sturm - neben Samuel Eto'o und Neuzugang Diego Milito hatte sich zuletzt auch Italiens Jungstar Mario Balotelli in guter Form gezeigt - aufgrund der Mehrfachbelastung Chancen auf regelmäßige Einsätze ausrechnet. Zehn bis zwölf Spiele sollen es im ersten Jahr sein. "Im zweiten dann viel, viel mehr."
(apa/red)
