Sonntag, 20. September 2009

Europacup-Quartett gibt sich keine Blöße:
Geschlossen in Cup-Achtelfinale eingezogen

  • Wiener Vereine feiern Schützenfest bei Drittligisten
  • Achtelfinale: Zwei Duelle von Bundesligisten gelost

Das Duell Bundesliga - Regionalliga ist in den vier letzten Zweitrundenpartien des ÖFB-Cups klar zugunsten der favorisierten Oberhaus-Vereine ausgegangen. Im Schongang schaffte das Europa-League-Quartett Rapid Wien, Wiener Austria, Sturm Graz und Red Bull Salzburg, das am Donnerstag noch auf internationalem Parkett unterwegs war, den Aufstieg ins Achtelfinale.

Rekordmeister Rapid Wien hatte mit St. Veit kaum Probleme und siegte 7:1 (3:1). Zwar ging der Kärntner Regionalligist durch einen frühen Treffer von Hans Christian Rabl in der vierten Minute in Führung, doch die Wiener dominierten das Spiel trotzdem klar. Branko Boskovic (10.), Mario Konrad (16.) und Hannes Eder (41.) drehten die Partie mit ihren Toren noch vor der Pause.

Rapid, das ohne einige Stammspieler wie Helge Payer, Steffen Hofmann, Nikica Jelavic und Markus Heikkinen angetreten war, bestimmte die Partie auch nach dem Seitenwechsel. Hamdi Salihi (49.) erhöhte auf 4:1, Mario Konrad machte in der 62. und 84. Minute seine Tore zwei und drei, Christopher Drazan (88.) sorgte zwei Minuten vor dem Ende für das 7:1.

Wiedersehen mit Andi Ogris
Auch die Wiener Austria, die ohne Rubin Okotie, Jacek Bak, Milenko Acimovic, Matthias Hattenberger, Zlatko Junuzovic und Petr Vorisek angetreten waren, feierte ein Schützenfest. Beim von Ex-Austrianer Andreas Ogris betreuten FAC Team für Wien trug sich Tomas Jun schon in der ersten Hälfte mit einem Triplepack (21., 33., 36.) in den Spielbericht ein, Thomas Krammer (79.) und Eldar Topic (86., 91.) machten Endstand von 6:0 perfekt. Schumacher hätte gut und gern noch zwei weitere Tore schießen können.

Aufhauser mit Goldtor
Meister Salzburg trat in Grödig ebenfalls mit einigen Reservisten an - Solospitze war etwa Robin Nelisse, in der Innenverteidigung spielten Barry Opdam und Milan Dudic - und siegte nach mühevollen 90 Minuten und einem Goldtor von Rene Aufhauser (34.) 1:0. Der Westligist hatte in der Schlussphase sogar mehrfach die Chance auf den Ausgleich. Thomas Gröbl in der 88. Minute und Jasmin Celebic in der Nachspielzeit vergaben aber gute Möglichkeiten.

Trotz Dominanz nur ein Tor
Sturm Graz dominierte bei der WSG Swarovski Wattens recht klar, kam aber über einen Treffer nicht hinaus. Die Grazer, die im Tor auf Andreas Lukse anstelle Christian Gratzeis setzten und Samir Muratovic schonten, beschränkten sich auf das Nötigste. Echte Chancen fanden die Gastgeber, bei denen Spielertrainer Roland Kirchler nur an der Seitenlinie stand, nicht vor. Ein Elfmetertreffer von Lavric in der 12. Minute reichte für den 1:0-Erfolg der Steirer.

Heiße Duelle im Achtelfinale
Die danach erfolgte Auslosung der Achtelfinalspiele hat zwei Duelle von Fußball-Bundesligisten gebracht. In den beiden Schlagerspielen treffen Meister Salzburg auf Sturm Graz und der LASK auf Cup-Titelverteidiger Austria Wien. Rapid Wien hat den einzigen im Bewerb verbliebenen Regionalligisten ausgefasst. Der Rekordmeister trifft im Achtelfinale am 10. März auf den FC Blau Weiß Linz.

Die übrigen Bundesliga-Clubs spielen gegen Erstligisten. Austria Kärnten bekommt es mit der Vienna zu tun, die SV Ried mit dem FC Dornbirn. Der SC Magna Wiener Neustadt wird voraussichtlich gegen den FC Lustenau spielen. Das Zweitrundenspiel der Vorarlberger beim GAK war am Freitag beim Stand von 2:0 für die Gäste abgebrochen worden, da GAK-Fans auf den Platz gestürmt waren. Ein Schiedsspruch steht noch aus. Die Paarungen Admira - Gratkorn und Wacker Innsbruck - Austria Lustenau komplettieren das Cup-Achtelfinale.


(apa/red)

20.9.2009 19:15