Klagenfurter Stadion darf groß bleiben:
Darabos will länderspieltaugliche Arena
- Oberrang bleibt - weiterhin Kapazität von 30.000
- Finanzminister Pröll muss aber noch Zusage geben

Das Tauziehen um Fertigstellung oder Rückbau des Klagenfurter Fußball-EM-Stadions ist zwar noch immer nicht abgeschlossen, nun hat sich aber Sportminister Darabos klar für eine Fertigstellung der Arena auf Kosten des Bundes ausgesprochen. Damit blieben 18.000 Sitzplätze fix, für Ländermatches würde die Kapazität auf 30.000 erhöht. Darabos fehlt aber noch das Placet des Finanzministers.
Klagenfurts Bürgermeister Scheider und seine Stellvertreterin Mathiaschitz waren gemeinsam mit Finanzlandesrat Dobernig zu einem Gespräch beim Sportminister geladen. Auch ÖFB-Präsident Windtner nahm an dem Treffen teil. Nach nur einer Stunde war man sich einig, das Stadion soll den derzeit provisorisch errichteten Oberrang behalten und damit länderspieltauglich bleiben.
"Als Sportminister bin ich gegen die Vernichtung von Infrastruktur", begründete Darabos nach der Unterredung seine Entscheidung. Klagenfurt werde als zweiter Standort für Länderspiele - neben Wien - erhalten bleiben. Die Kosten will der Minister aus dem Budget abdecken, das dem Ministerium für die EURO-Stadien zur Verfügung stehe.
Kosten sparen, wo nur möglich
"Wir werden in der kommenden Woche Detailgespräche mit der Firma Porr führen, um so schnell wie möglich die genauen Kosten für die Fertigstellung auf dem Tisch zu haben", sagte Scheider nach der Unterredung gegenüber der APA. Dabei wolle man "sparen, wo nur möglich", wie viel der Endausbau der Arena tatsächlich kosten wird, könne er derzeit noch nicht genau sagen.
Die Kostenaufstellung wird an den Sportminister übermittelt, der sich dann damit an Finanzminister Pröll wenden wird. Ob dieser zustimmt, war vorerst aber noch offen, sein Pressesprecher war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
Freude beim ÖFB
ÖFB-Präsident Leo Windtner zeigte sich erfreut. "Wir sind froh, dass es nun zu einer zukunftsorientierten Lösung kommt und wir damit am hochattraktiven Standort Klagenfurt das bereits bestens bewährte Sommerländerspiel zum alljährlichen FIFA-Termin im August (zuletzt kamen fast 30.000 Besucher zum Freundschaftsmatch gegen Kamerun, Anm.) institutionalisieren können. Zudem bietet sich nun die Möglichkeit, auch Länderspiele im Rahmen von zukünftigen Qualifikationen für WM- oder EM-Endrunden im wunderschönen Klagenfurter Stadion auszutragen", ließ Windtner in einer ÖFB-Aussendung verlauten.
(apa/red)
