Sonntag, 20. September 2009

Psychiater-Besuch endete mit dem Tod:
Zwei Patienten sterben an einer Vergiftung

  • Therapie-Teilnehmern giftige Substanz verabreicht
  • Arzt von Polizei als Tatverdächtiger festgenommen

So sollten Psychiater-Besuche eigentlich nicht enden: Nachdem ihnen vermutlich eine giftige Substanz per Spritze verabreicht wurde, starben zwei Menschen nach einer Gruppentherapie. Ein 28 Jahre alter Mann erlag in der Nacht den Folgen der Vergiftungen. Er war zuvor im Koma gelegen. Bereits zuvor hatte die Vergiftung ein erstes Todesopfer gefordert. Dagegen konnten die zehn weiteren Betroffenen das Krankenhaus mittlerweile wieder verlassen.

Bei der Gruppensitzung hatten die insgesamt zwölf Teilnehmer eine bisher unbekannte Substanz eingenommen. Ein 50 Jahre alter Arzt wurde als Tatverdächtiger festgenommen. Ein Teilnehmer der Sitzung hatte die Feuerwehr alarmiert.

Opfern Drogen verabreicht
Der festgenommene hat eingeräumt, den insgesamt zwölf Opfern Drogen verabreicht zu haben. Das teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Therapeut habe sich bei der Vernehmung zu der Tat geäußert und zugegeben, den Teilnehmern seiner Gruppensitzung verschiedene Substanzen und Psycho-Drogen gegeben zu haben. Die Ermittler gehen aber nicht davon aus, dass der Mann vorsätzlich jemanden töten wollte.

Mit den Drogen sollte vermutlich eine Art Bewusstseinserweiterung erreicht werden. Welche Stoffe im Spiel waren, war noch unklar. Das müsse die toxikologische Untersuchung - die Suche nach Giftstoffen und deren chemische Analyse - klären. Es könne aber einige Tage dauern, bis Ergebnisse vorliegen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Dritter Patient in kritischem Zustand
Neben den beiden Todesopfern befindet sich noch ein dritter Patient in kritischem Zustand. Ein 59-jähriger Mann starb am Samstagnachmittag, ein 28-Jähriger erlag am Abend im Krankenhaus der Vergiftung. Den anderen neun Teilnehmern der Gruppentherapie geht es hingegen relativ gut. Sie sollten von der Polizei als Zeugen befragt werden.

Offenbar erhielten die Männer und Frauen verschiedene Drogen und andere Substanzen in unterschiedlicher Mischung und Menge. Nach Medienberichten waren Amphetamine und Psycho-Drogen wie LSD im Spiel. Heroin war laut den Ermittlern auch dabei, allerdings nur in geringen Mengen.

(apa/red)

20.9.2009 14:07
founder, 21. 09. '09 06:54
Drogen dienen nur der Bewußtseinszerstörung
Wie soll durch eine schwerwiegende Störung denn das Bewußtsein erweitert werden? Mit dieser falschen Vorstellung verdient die Drogenindustrie Milliarden.