Berlusconis "Frauen-Lieferant" verhaftet: Die Handschellen klickten am Flughafen
- Unternehmer brachte bezahlte Damen zu Partys mit
- Ermittlungen wegen Korruption und Drogenhandels

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Angeblich 2.000 Euro für Partybesuch hingeblättert
Der mit dem italienischen Ministerpräsidenten Berlusconi befreundete süditalienische Unternehmer Gianpaolo Tarantini, der laut eigenen Angaben junge Frauen für Partys in den Wohnsitzen des Premierministers angeworben haben soll, ist verhaftet worden. Gegen Tarantini laufen Ermittlungen wegen Korruption und Drogenhandels. Er wurde auf dem Flughafen von Bari festgenommen.
Tarantinis Rechtsanwalt Nico D'Ascola bestätigte nach Angaben italienischer Medien die Verhaftung. Laut den Ermittlern bestehe konkrete Gefahr einer Flucht Tarantinis ins Ausland. Gegen den 35-jährigen Unternehmer laufen seit Monaten Ermittlungen in Bari. Die Staatsanwaltschaft will klären, ob Tarantini öfters einflussreichen Persönlichkeiten junge Frauen vermittelt hat. Die Ermittler vermuten, dass der Unternehmer sich so politische Begünstigungen für seine Geschäfte im Gesundheitsbereich sicherte. Der Unternehmer ist Inhaber der Gesellschaft Tecnohospital, die auf Dienstleistungen im Gesundheitsbereich spezialisiert ist.
Der Staatsanwaltschaft in Bari hatte Tarantini in den vergangenen Wochen berichtet, dass er bis zu 30 "Image-Mädchen" für etwa 18 Partys in der Villa Berlusconis auf Sardinien und in dessen Residenz in Rom angeworben habe. Er beteuerte, dass dem Regierungschef nicht bekanntgewesen sei, dass einige der Frauen für ihre Anwesenheit bezahlt worden seien. Er wurde mit den Worten zitiert, einige Frauen seien auch zu sexuellen Handlungen bereit gewesen, "sollte die Notwendigkeit aufkommen". Berlusconi selbst hat bestritten, jemals für Sex bezahlt zu haben. Von der Staatsanwaltschaft lag zunächst keine Stellungnahme vor.
(apa/red)
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