In Tokios U-Bahn hat es sich ausgegrapscht:
Polizei startet Kampagne gegen Übergriffe
- Beamten patrouillieren nun in Zivil auf Bahnsteigen
- Drei bis sechs Monate Gefängnis für überführte Täter

·Nach dem Sieg die Herausforderungen
Hatoyama verspricht neue Politik für Japan
·"Bitte lächeln" heißt es für Bahnangestellte
VIDEO: In Japan wurden Lach-Tests eingeführt
Mit einer groß angelegten Kampagne geht die Polizei gegen Grapscher vor, die sich in den überfüllten U-Bahnen von Tokio zu einer wahren Plage entwickelt haben. Auf den Bahnsteigen patrouillieren seit Wochenbeginn uniformierte Beamte, Polizisten in Zivil machen in den Zügen Jagd auf Männer, die weibliche Fahrgäste begrapschen oder versuchen, sie unter ihrem Rock zu fotografieren. Mehr als 100 Schülerinnen in Schuluniformen mit kurzem Röckchen beteiligen sich mit Transparenten wie "Grapschen ist verachtenswert. Wir werden das nicht verzeihen!" an der Aktion.
"Das Grapschen in den Zügen ist ein ernstes Vergehen und wird immer bösartiger", sagte ein Polizeisprecher. Inzwischen gebe es eigene Internet-Foren, in denen Männer Tipps zur Belästigung von Frauen austauschten. In einigen Fällen hätten sich Grapscher bereits zusammengetan und ein Opfer umringt, damit sie es unbeobachtet von den Blicken anderer Fahrgäste bedrängen konnten.
In der ersten Jahreshälfte wurden 708 Fälle von U-Bahn-Grapschen registriert. Tätern drohen bis zu sechs Monate Gefängnis oder bis zu umgerechnet 3.800 Euro Strafe. Wenn sie Gewalt oder Drohungen anwenden, können sie zu zehn Jahren Haft verurteilt werden.
(apa/red)
Paketfunde in Kanada10:02
Pornostar als Killer?29-jähriger Luka Magnotta soll Bekanntschaft ermordet, zerstückelt und verschickt haben
Caritas-Konferenz13:25
Eine Milliarde hungertSituation ist wegen Dürre und Nahrungsmangel in Afrika am schlimmmsten
