Donnerstag, 17. September 2009

Ein "No Name" im Wahlkampfrennen: Manfred Haimbuchner steht für FPÖ am Start

  • Heinz-Christian Strache als blauer "Wahlkampfhelfer"
  • Ist Papa Lambert Haimbuchner in die Politik gefolgt

Manfred Haimbuchner, der FPÖ-Spitzenkandidat liegt bei den Bekanntheitswerten im Vergleich zu seinen politischen Mitbewerbern noch hinten. Deswegen tritt er vorerst auf Wahlkampf-Plakaten gemeinsam mit Bundesparteichef Heinz-Christian Strache auf. Aber er ist optimistisch, aufholen zu können.

"Lieber bin ich unbekannt und gewinne, als ich bin bekannt und verliere", meint Haimbuchner, wenn er auf sein Manko angesprochen wird. Jeder müsse einmal anfangen, doch sein Bekanntheitsgrad steige von Tag zu Tag. Und in Oberösterreich wisse man schon, wer die Haimbuchners seien. Immerhin sei schon Vater Lambert 24 Jahre Bürgermeister in seiner Heimatgemeinde Steinhaus und zwölf Jahre Landtagsabgeordneter gewesen.

Sein Leben
Manfred Haimbuchner wurde am 12. August 1978 in Wels geboren. 2006 hat der nunmehr 31-Jährige das Doktoratsstudium an der Johannes Kepler Universität in Linz mit Auszeichnung abgeschlossen. Seine politische Karriere begann mit dem Eintritt in die FPÖ im Jahr 2000. Drei Jahre später wurde er Gemeinderat und Fraktionsobmann in Steinhaus, 2005 Bezirksobmann der FPÖ Wels-Land. Ein Jahr später wurde er als Mandatar in den österreichischen Nationalrat gewählt. Seit 2008 ist er Landesparteiobmann-Stellvertreter und als Landesparteiobmann ab 2010 vorgesehen. Nebenbei arbeitet er als Rechtsanwaltsanwärter in einer Kanzlei in Thalheim.

Der passionierte Motorradfahrer hört gerne Austropop, Neue Deutsche Welle und Beethoven. Sein Lieblingsfilm ist "Spartacus", ein "Klassiker über den Kampf um Freiheit".

Jugendsprecher der FPÖ
Als seine persönliche Erfolgsbilanz führt er neben der politischen Tätigkeit auf Gemeindeebene seine Arbeit im Nationalrat an, beispielsweise im Eurofighter-Untersuchungsausschuss. Haimbuchner fungierte zudem für die FPÖ als Jugendsprecher. Dabei ist er unter anderem für die Einführung der "Schnupperhaft" zur Bekämpfung der Jugendkriminalität eingetreten. Er ist zudem Vertriebenensprecher und Rechnungshofsprecher seiner Partei und Mitglied von verschiedenen Ausschüssen. Er habe 2006 das einzige Direktmandat außerhalb von Wien erreicht und die meisten Vorzugsstimmen bei den Freiheitlichen nach Strache und Barbara Rosenkranz. Nicht von ungefähr habe er 2008 sein Ergebnis enorm steigern können, betont er.

(apa/red)

17.9.2009 11:37