Sonntag, 20. September 2009

Bergiselschlachten von 1809: Länder des Alten Tirol feierten das Gedenken an Hofer

  • Innsbruck Landesfestumzug für den Freiheitshelden
  • Mehrere zehntausend Zuschauer nahmen teil

Ohne nennenswerte Zwischenfälle ist der Höhepunkt der Tiroler Andreas Hofer-Feierlichkeiten zum Gedenken an die Bergiselschlachten im Jahr 1809 in Innsbruck verlaufen. Nach Angaben der Polizei waren etwa 70.000 Zuschauer entlang der Route des Landesfestumzuges, an dem rund 30.000 Mitglieder von Vereinen, Schützen und Organisationen teilnahmen.

Politische Botschaften wurden vor allem von Schützenkompanien aus Südtirol und dem Trentino mit nach Innsbruck gebracht. Bundespräsident Fischer, Bundeskanzler Faymann sowie die beiden Landeshauptleute Platter und Durnwalder strichen vor allen den europäischen Charakter der Veranstaltung hervor.

Bundespräsident Fischer betonte, dass Österreich einen Zustand erreicht habe, der ein friedliches Zusammenleben mit allen Nachbarn möglich mache. Bereits am Beginn des Festumzuges hatte er den Südtirolern versichert, dass "sie sich weiter auf Österreich verlassen" könnten. Für Durnwalder hat die Veranstaltung gezeigt, dass die Südtiroler "eine lebendige österreichische Minderheit in Italien" seien. Platter meinte, der Festumzug habe gezeigt, wie stark die Tradition in allen Teilen des Landes verwurzelt sei.

"Unsere Heimat Tirol - EINigt TIROL in Europa", "Ein Tirol - nach über 90 Jahren Unrechtsgrenze fordern wir die Wiedervereinigung Süd-Tirols mit Österreich" war auf Transparenten von Südtiroler Schützen zu lesen. Trentiner forderten "Wir sind ein Volk - Von Kufstein bis Borghetto", Vertreter von Ladiner-Verbänden verlangten "zurück nach Bozen" (die kleinste Volksgruppe der Region ist auf drei Provinzen aufgeteilt, Anm.).

Auch die umstrittene Dornenkrone wurde wie angekündigt mitgetragen. Ihre Symbolik wurde allerdings "entschärft", indem sie mit 2009 Rosen verziert worden war. Die "Dornenkrone" soll das Leid der 1919 abgetrennten Südtiroler versinnbildlichen.

(apa/red)

20.9.2009 19:38
Dantine, 20. 09. '09 18:36
Umzug in Innsbuck
Tja - leider!
So toll der Umzug organisiert war und seitens des ORF mit dem (wahrscheinlich) besten Regisseur beschickt war, so unmöglich war die Übertragung! Wenn eine Gruppe angesagt wurde, wurde garantiert entweder eine uninteressante Ansicht des Zuges aus 100m Höhe gezeigt, oder minutelang Zuseher in Fenstern, oder ein mehr, oder weniger uninteressantes Interview gebracht. Die Interessantesten Bilder der unterschiedlichen Gruppen wurden nicht gezeigt!
Dafür wurde ständig gewechselt zwischen den angesagten Gruppen bei der Hofburg und Rückansichten aus der Innenstadt - Ein wahrhafter Skandal!
So ruiniert man den letzten Teil des guten Rufes des ORF!
Traurig!
mmeinung, 20. 09. '09 18:00
Liveübertragung
Die Liveübertragung war unter jeder Kritik, Krankamera, welche die Dächer von Innsbruck nicht nur einmal zeigte, blitzartige Szenenwechsel der eingesetzten Kameras (Regie?), jede Mange Fenster- u Damenaufnahmen....
Dantine, 20. 09. '09 18:43
Re: Liveübertragung
............im wahrsten Sinne des Wortes! Echt Sch.! Wen interessieren die (wirklich) hübschen Mädchen, aufgemotzten Blondinen, gegelten Schönlinge in den Fenstern, minutenlang, während die Trachten der Gruppen, teilweise kaum richtig erkennbar, durch blitzwartiges Wechseln der Kameras verwischt wurden. Es waren durch das Durcheinander selten erkennbar, welche Gruppe im Bild war!
So schlechte Regie fand ich bisher nur bei den BR Übertragungen der Oktoberfestumzüge und Kirchweihumzüge von Nürnberg und Fürth!
UND DAS HEISST WAS!