Bergiselschlachten von 1809: Länder des Alten Tirol feierten das Gedenken an Hofer
- Innsbruck Landesfestumzug für den Freiheitshelden
- Mehrere zehntausend Zuschauer nahmen teil

Ohne nennenswerte Zwischenfälle ist der Höhepunkt der Tiroler Andreas Hofer-Feierlichkeiten zum Gedenken an die Bergiselschlachten im Jahr 1809 in Innsbruck verlaufen. Nach Angaben der Polizei waren etwa 70.000 Zuschauer entlang der Route des Landesfestumzuges, an dem rund 30.000 Mitglieder von Vereinen, Schützen und Organisationen teilnahmen.
Politische Botschaften wurden vor allem von Schützenkompanien aus Südtirol und dem Trentino mit nach Innsbruck gebracht. Bundespräsident Fischer, Bundeskanzler Faymann sowie die beiden Landeshauptleute Platter und Durnwalder strichen vor allen den europäischen Charakter der Veranstaltung hervor.
Bundespräsident Fischer betonte, dass Österreich einen Zustand erreicht habe, der ein friedliches Zusammenleben mit allen Nachbarn möglich mache. Bereits am Beginn des Festumzuges hatte er den Südtirolern versichert, dass "sie sich weiter auf Österreich verlassen" könnten. Für Durnwalder hat die Veranstaltung gezeigt, dass die Südtiroler "eine lebendige österreichische Minderheit in Italien" seien. Platter meinte, der Festumzug habe gezeigt, wie stark die Tradition in allen Teilen des Landes verwurzelt sei.
"Unsere Heimat Tirol - EINigt TIROL in Europa", "Ein Tirol - nach über 90 Jahren Unrechtsgrenze fordern wir die Wiedervereinigung Süd-Tirols mit Österreich" war auf Transparenten von Südtiroler Schützen zu lesen. Trentiner forderten "Wir sind ein Volk - Von Kufstein bis Borghetto", Vertreter von Ladiner-Verbänden verlangten "zurück nach Bozen" (die kleinste Volksgruppe der Region ist auf drei Provinzen aufgeteilt, Anm.).
Auch die umstrittene Dornenkrone wurde wie angekündigt mitgetragen. Ihre Symbolik wurde allerdings "entschärft", indem sie mit 2009 Rosen verziert worden war. Die "Dornenkrone" soll das Leid der 1919 abgetrennten Südtiroler versinnbildlichen.
(apa/red)
Paketfunde in Kanada10:02
Pornostar als Killer?29-jähriger Luka Magnotta soll Bekanntschaft ermordet, zerstückelt und verschickt haben
Caritas-Konferenz13:25
Eine Milliarde hungertSituation ist wegen Dürre und Nahrungsmangel in Afrika am schlimmmsten
