Freitag, 18. September 2009

"U-Bahn-Streife" feiert erste Erfolge: 144 Personen in nur zwei Wochen festgenommen

  • Polizei: Suchtgifthandel "massiv" zurückgegangen
  • Auch zwei Juwelierräuber kurz nach der Tat gestellt

Die Wiener Polizei feiert die ersten Erfolge mit ihrer U-Bahn-"Streife". Seit etwas mehr als zwei Wochen sind die Beamten in Uniform und zivil verstärkt in den U-Bahnen unterwegs. Seither wurden 144 Personen festgenommen. Aktion, die im etwas sperrigen Dienstjargon "Schwerpunktmäßige Überwachung der Öffentlichen Verkehrsmittel" genannt wird: "Die Quantität des Suchtgifthandels ist massiv zurückgegangen." Die U-Bahn-Sonderstreifen würden fortgesetzt.

Durch "Beobachtungen und Strukturermittlungen" habe man zwei Phänomene festgestellt, so der Landespolizeikommandant: Einerseits sei der Drogenhandel im U-Bahnbereich und dessen Umfeld gestiegen und andererseits habe sich dieser "in die Züge verlagert". Also habe man auch die eigenen Einsatzkonzepte verändern müssen. Das Resultat: Seit Anfang September fahren jeden Tag 80 bis 120 Beamte U-Bahn, zwei Drittel davon in Uniform. Als Ziele formulierte Mahrer: "Durch die uniformierte Präsenz den Kontrolldruck verstärken", etwa durch Identitätsfeststellungen. Außerdem: "Die Eindämmung des Suchtmittelhandels" und "das Sicherheitsgefühl der Passagiere verbessern".

Das brachte auch einige Resultate mit sich: Vom 2. bis 17. September nahmen die U-Bahnstreifen 144 Personen fest, davon 110 mutmaßliche Straftäter. Bei etwa einem Drittel davon bestehe der Verdacht auf Suchtmittelhandel, wie Oberstleutnant Werner Granig, Einsatzleiter der Aktion berichtete. Weiters wurden sieben per Haftbefehl Gesuchte erwischt, einer davon war seit 2001 zur Fahndung ausgeschrieben. Außerdem gingen den Beamten 23 Personen ins Netz, die sich illegal in Österreich aufhielten.

Drogen und Waffen sichergestellt
Neben zwölf Vorführungen zum Strafantritt habe es auch 116 Sicherstellungen gegeben, die nicht nur alle Arten von Suchtgift betrafen, sondern auch verbotene Waffen wie Teleskop-Schlagstöcke, Totschläger und Schlagringe. Wie viele Drogen sichergestellt wurden, sagte die Polizei nicht. Am spektakulärsten war die Festnahme zweier Juwelierräuber, die kurz nach der Tat am Alsergrund geschnappt worden waren. Einen Angestellten hatten sie zuvor im Geschäft niedergeschlagen.

Oberstleutnant Wolfgang Preiszler vom Landeskriminalamt: "Die massive Reduktion des Suchtgifthandels in den Zügen ist uns bisher sehr gut gelungen." Eine Verlagerung sei durchaus erwünscht - aus den Zügen an die Oberfläche, weniger in andere Züge wie etwa bei der Schnellbahn, wo man "bei Bedarf" ebenfalls mitfährt.

"Bezirke nicht leergeräumt"
Mahrer kündigte an, dass das Konzept weiterverfolgt werde. Der Streifendienst sei allerdings "keine Aufgabe für eine neue Sonderkommission". Kritik, etwa der Personalvertreter, wies der Landespolizeikommandant zurück: "Die Bezirke werden nicht leergeräumt, ganz im Gegenteil." Dass die Personalsituation auf den Polizeiinspektionen nicht prekärer geworden sei, habe man "durch flankierende Maßnahmen erreicht". Außerdem seien seit Anfang Juli 100 Beamte netto mehr im Dienst, darüber hinaus seien die Inspektionen von 10.000 Akten befreit worden.

(apa/red)

18.9.2009 12:34
kindertier2000, 20. 10. '09 18:34
U-Bahnpolizei
Ja Ja die Europa erweiterung!!!

Man behauptet doch immer diese Kriminalität ist NICHT so krass von der Erweiterung??
Möchte nur wissen auf welchem Mist diese Aussage, bzw. Statistik gebaut wird und wurde natürlich!? Österreich ist sooo ein kleines Land, warum macht man uns ÖSTERREICHER das Leben hier so schwer? Mich wundertes nicht wenn viele Jugendliche ins weite Ausland flüchten.
Vasant, 18. 09. '09 13:41
Weiter so!
Und bitte auch gleich bei den Ab- und Stiegenaufgängen
am Karlsplatz mal alle einkassieren! Wennst als Tourist
nach Wien kommst und dort vorbei "musst", dann glaubst
du bist in einer Rehab Klinik, was da für Typen rumhängen!

Alle einkassieren und "Zwangsentzug" anordnen!


Meine Meinung!