Zogaj-Brüder sind zurück in Österreich:
Alfred & Alban nach Asylantrag in Schubhaft
- Arigonas Geschwister sind über Ungarn eingereist
- FPÖ und BZÖ fordern sofortige Familienabschiebung

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Die Chronologie der spektakulären Ereignisse
Zwei der vier Geschwister von Arigona Zogaj, Alfred (18) und Alban (20), sitzen in Niederösterreich in Schubhaft. Der Anwalt der Familie, Helmut Blum, bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Kronen Zeitung". Die beiden dürften über Ungarn nach Österreich gekommen sein und haben einen Asylantrag gestellt. FPÖ und BZÖ fordern die sofortige Abschiebung der gesamten Familie.
Die Brüder waren zuletzt im Jänner nach Österreich eingereist und im Februar wieder freiwillig in den Kosovo zurückgekehrt. Diese Woche wurden sie in Traiskirchen (Bezirk Baden) von der Polizei aufgegriffen. Sie stellten Asylanträge, wurden aber laut dem Zeitungsbericht aufgrund widersprüchlicher Aussagen im Auftrag der Bezirkshauptmannschaft Baden in Schubhaft genommen.
Konsultationsverfahren mit Ungarn
"Nach unseren Erkenntnissen waren sie vorher in Ungarn. Unser Nachbarland gilt nach dem Dublin-Abkommen als sicheres Asylland", wird Rudolf Gollia, Sprecher des Innenministeriums, zitiert. Der Vertrag von Dublin schreibe vor, dass ein Asylantrag dort bearbeitet werden muss, wo er als erstes gestellt worden ist. Gollia: "Zumindest einer der beiden Brüder hat nachweislich mit Fingerprint in Ungarn schon um Asyl angesucht." Zwischen den österreichischen und den ungarischen Behörden laufe nun ein Konsultationsverfahren ab, ob die beiden Asylfälle tatsächlich vom Nachbarland übernommen werden.
Wann das Verfahren beendet wird, sei derzeit noch nicht absehbar. Im Schnitt würden Konsultationsverfahren aber etwa zwei Wochen dauern. Die Verwandtschaft der beiden Männer ändere nichts daran, dass jeder von ihnen als "Einzelfall" bewertet werde, so Gollia. Es könnte also passieren, dass die Brüder gegebenenfalls Asylverfahren in zwei verschiedenen Staaten erwarten.
BZÖ-Generalsekretär Stefan Petzner forderte für die Zogajs einen "Direktflug in den Kosovo". Innenministerin Fekter müsse endlich für die Abschiebung sorgen. Auch Manfred Haimbuchner, FPÖ-Spitzenkandidat zur oberösterreichischen Landtagswahl, sprach sich für die Abschiebung aus: "Die freiwillige Rückkehr der beiden älteren Zogaj-Brüder im Frühjahr war eine reine Showeinlage", ist der FPÖ-Mann überzeugt.
(apa/red)
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