"Postler" verscherzte es sich mit Polizei:
Trat mit ordentlicher "Fahne" den Dienst an
- Ging in "Rauchpausen" zum Trinken ins Gasthaus
- Ex-Telekom-Mitarbeiter sofort wieder entlassen
·Ein Postler greift der Polizei unter die Arme
'Die Motivation ist da, weil
wir gebraucht werden'
·Postler bei Polizei: Ist das gefährlich?
Gewerkschaft hat große Sicherheitsbedenken

Da waren's ganz rasch nur noch 39. Bereits nach dem ersten Arbeitstag reduzierten sich die ehemaligen Post- und Telekom-Mitarbeiter, die nun ihren Dienst bei der Polizei versehen sollen, von selbst. Ein ehemaliger Telekom-Bediensteter nahm seine neue Stelle allzu locker und erschien an seinem ersten Arbeitstag beim "Freund und Helfer" mit einer ordentlichen Alkoholfahne. Er wurde umgehend von seinem Arbeitsplatz entfernt.
Oberst Rudolf Gollia, Sprecher des Innenministeriums, bestätigte einen diesbezüglichen Bericht der Gratiszeitung "Heute". Der Mann kam als einer von 40 Jobwechslern schon vom vorhergehenden Alkoholkonsum angeschlagen zu seiner neuen Dienststelle, einer Polizeiinspektion in der Leopoldstadt. Seine neuen Kollegen zeigten sich zunächst verständnisvoll - sie stellten auch eine auf Restalkohol beruhende Fahne in Rechnung.
Doch der Beamte zog sich wiederholt zurück: Er gehe "eine rauchen", gab er laut Gollia an. Tatsächlich besuchte er ein im Bezirk nicht unbekanntes Gasthaus und tankte nach. Acht weiße Spritzer sollen es der Gratiszeitung zufolge gewesen sein.
Harte Konsequenzen
Die Belegschaft der Inspektion griff daraufhin ein. Der Alkohol-Test soll zwar verweigert worden sein. Die Fahne war jedoch aussagekräftig genug. Der Ex-Telekom-Mitarbeiter wurde aus dem Dienst entfernt. -Er hat nun möglicherweise mit weiteren Konsequenzen zu rechnen. Die Telekom Austria teilte mit, dass sie den Vorfall "bereits untersucht bzw. ein entsprechendes Verfahren eingeleitet hat". In einer Aussendung hieß es weiters: "Nach Feststehen des maßgeblichen Sachverhaltes wird die zuständige Disziplinarbehörde über den Vorfall entscheiden."
Mittlerweile gibt es "Heute" zufolge auch in Linz einen Abgang. "Der Beamte hat bemerkt, dass der Job nichts für ihn ist", wurde Gollia zitiert.
(apa/red)
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