Nächtliches Schlemmen macht dick: Besser auf allzu spätes fettreiches Mahl verzichten
- Die Nacht gehört dem Bett, nicht dem Kühlschrank
- Womöglich Gewichtszunahme von bis zu 50 Prozent

Die Sonne ist schon lange untergegangen, auf den Straßen wird es allmählich ruhiger - eigentlich die beste Zeit, um sich schön langsam fürs Bett fertigzumachen. Wenn uns nicht plötzlich eine Hungerattacke überfallen und uns statt ins Schlafzimmer in Richtung Kühlschrank treiben würde. Einmal - kein Problem. Wird das abendliche Mahl zu später Stunde aber zur Gewohnheit, kann sich das schon bald auf der Waage bemerkbar machen.
Bereits 300 Millionen Menschen sind heute von Fettsucht betroffen. Diese alarmierende Zahl nahmen Wissenschafter der Northwestern University zum Anlass, nach dem Grund der ungesunden Körperfülle zu forschen. Also testeten sie die Gewichtsentwicklung bei Mäusen, denen sie zu Schlafenszeiten besonders fettreiches Futter verabreichten.
Nachts schlemmen macht dick
Während die Tiere, die zu ihren natürlichen Essenszeiten gefüttert wurden, 20 Prozent ihres Gewichts zunahmen, brachten jene Exemplare, die während ihrer eigentlichen Schlafenszeit zu Fressen bekamen, immerhin 48 Prozent mehr auf die Waage. Dieses Ergebnis gibt zu denken, ob ein Dinner zu später Stunde nicht auch beim Menschen einen ähnlichen Effekt hat.
Bei Mensch wie bei Maus?
Von der Übertragung dieser Ergebnisse von Maus auf Mensch hält Kurt Kräuchi, Chronobiologe an der Uni-Klinik Basel, allerdings wenig: "Menschen schlafen sehr unterschiedlich und haben auch dementsprechend andere Essensrhythmen. In Spanien ist beispielsweise ein ausgiebiges Abendessen gegen 23.00 Uhr die Regel, ohne dass die Bevölkerung dadurch automatisch übergewichtig wäre." Dennoch: Ein Abendmahl zu angemessenen Zeiten ist sicherlich gesünder als unbändiges Kühlschrankplündern zu später Stunde. (pte/red)
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