Donnerstag, 10. September 2009

Jackson-Tribute wird zur reinsten Farce: Kommen denn überhaupt Stars nach Wien?

  • Anbieter auf Karten sitzen - 25 Euro für zwei Stück
  • Jermaine Jackson will weitere Pressekonferenz geben

Jeden Tag ein neuer Aufreger rund um das Michael Jackson-Konzert: Auch bei der finalen Pressekonferenz in Wien konnten keine echten Superstars für die geplante Tribute-Show vor dem Schloss Schönbrunn bestätigt werden. Ganz im Gegenteil: Der Auftritt von Mary J. Blige wurde bereits dementiert.

Damit drohen von den bisher präsentierten Künstlern des "Tribute"-Konzerts vor Schloss Schönbrunn sowohl Blige als auch Chris Brown abhandenzukommen. Neue Namen konnte der Bruder des verstorbenen Popstars, Jermaine Jackson, in Berlin keine nennen.

Blige "möchte es möglich machen", sagte Jermaine Jackson, der mit der US-Sängerin "telefoniert" hatte. In Wien war die Teilnahme von Blige noch als fix präsentiert worden. Eine Sprecherin sagte jedoch, die Sängerin würde gerne teilnehmen, habe aber eine anderweitige Verpflichtung.

Neue Pressekonferenz angekündigt
Nachdem Jermaine Jackson in London und in Berlin keine weiteren fix teilnehmenden Künstler nennen konnte, soll dies nun in Wien passieren: Für kommende Woche ist in Wien eine erneute Pressekonferenz angekündigt (noch ohne Zeit und Ort). Nachdem es auch Zweifel gegeben hatte, ob die Mutter von Michael und Jermaine Jackson, Katherine, nach Wien kommen werde, präsentierte Jermaine Jackson in Berlin nun ein Video. Darauf sagt Katherine Jackson, dass sie dem Konzert beiwohnen wird.

Anbieter bleiben bei Ebay auf Karten sitzen
251 Personen versuchten über das Onlineportal "ebay.at", Tickets für das Konzert an den Mann zu bringen. Obwohl mehrere Anbieter die Veranstaltung als "bereits ausverkauft" anpriesen, hielt sich die Nachfrage stark in Grenzen: Mehr als 100 Euro wollte kurz vor Ende der Versteigerungen niemand für zwei Karten bezahlen, die meisten Gebote bewegten sich zwischen null und 70 Euro.

Zwei Tickets "Michael Jackson the Tribute in Vienna golden seat" um 1.097,28 Euro als Startpreis wollte bis Minuten vor dem Auktionsende niemand ersteigern, auch für "Michael Jackson - Tribute 2009 - Goldseat 3. Reihe Mitte" um 1.500 Euro hatte sich sechs Tage vor Auktionsschluss kein Käufer gefunden. Selbst 137 Euro für eine normale Karte war den Bietern offenbar zu teuer.

25 Euro für zwei Stück
Bei den Tickets ohne Mindestpreis gab es immerhin ein wenig Bewegung: Zwei Stunden vor Ablauf der Frist hatten sich zehn Bieter auf 25 Euro für zwei Stück hochgeschaukelt. Andere Angebote mit Rufpreis 1 Euro und nur mehr wenigen Tagen Laufzeit konnten niemanden begeistern.

Im Büro von "World Tribute Productions" wollte man nichts von negativen Auswirkungen auf den Verkauf wissen. "Der Stand ist wie er vorher auch war", gab sich eine Mitarbeiterin kryptisch. Informationen über genaue Zahlen seien derzeit leider nicht verfügbar. Beim internationalen Kartenvertrieb "oeticket" hieß es, die Hälfte der insgesamt aufgelegten Tickets sei bereits verkauft, am 1. September habe man das zweite Ticketkontingent geöffnet. Der Vorverkauf erfolge in Etappen, um den Schwarzmarkt zu unterbinden.
(apa/red)

10.9.2009 19:04