Donnerstag, 10. September 2009

Die Würfel im Opel-Poker sind offenbar gefallen: Hat GM Mehrheit an Opel verkauft?

  • Entscheidung wird noch unter Verschluss gehalten
  • Insider: Chefunterhändler unterwegs nach Berlin
    Regierung in Berlin soll noch heute informiert werden

Der Verwaltungsrat von General Motors hat nach monatelangem Tauziehen offenbar über die Zukunft von Opel entschieden, will die Entscheidung aber erst heute um 14.00 Uhr öffentlich bekanntgeben - nach Unterrichtung der Regierung in Berlin und des deutschen Tochterunternehmens. Das erklärte ein Informant am GM-Sitz in Detroit.

Der Opel-Chefunterhändler von GM, John Smith, sei auf dem Weg nach Deutschland, um die Regierung und die Opel-Treuhandgesellschaft zu informieren, sagten mehrere mit den Vorgängen vertraute Personen laut Reuters. Eine Person erklärte, das deute offenbar darauf hin, dass GM die Mehrheit an Opel verkaufen könnte - entweder an den österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna oder den Finanzinvestor RHJ.

Der GM-Verwaltungsrat befasste sich auf seiner Sitzung mit vier möglichen Szenarien. Dazu zählt der Verkauf an Magna oder RHJ, der Verbleib von Opel unter dem GM-Konzerndach oder eine Opel-Insolvenz.
(apa/red)

10.9.2009 11:32