Der Rückhalt der "Rasselbande": Payer gab ÖFB-Team in Rumänien nötige Sicherheit
- Stellte bei 1:1 aktuelle Hochform unter Beweis

·1:1 in Bukarest: Ein Punkt, der nicht hilft
WM 2010 findet wohl endgültig ohne ÖFB statt
Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Jürgen Patocka war Helge Payer mit 30 Jahren der älteste Spieler im Teamcamp der österreichischen Nationalmannschaft. "Na bumm, schon ein bisschen frustrierend", hatte der Schlussmann von Rapid in Bad Tatzmannsdorf mit einem Augenzwinkern gemeint.
In der WM-Qualifikation gegen Rumänien (1:1) stellte Payer mit all seiner Routine und Klasse in Bukarest einmal mehr unter Beweis, dass er knapp 15 Monate nach seinem Beinahe-Karriereende wieder voll da ist. Vielleicht sogar stärker denn je. Payer strahlte im Steaua-Stadion genau jene Ruhe aus, die man sich von ihm als Ältestem in der jungen ÖFB-"Rasselbande" im Idealfall gewünscht hatte.
Beim 3:1 in Graz gegen die Färöer war Payer zum ersten Mal seit 26. März 2008 (3:4 gegen die Niederlande) in der Startelf der österreichischen Nationalmannschaft gestanden. In einem Bewerbspiel hatte Payer zuletzt am 30. März 2005 in Wien in der WM-Quali gegen Wales gespielt (1:0).
Gegen die Färöer war Payer mehr oder weniger unbeschäftigt gewesen, bei der einzigen echten Chance der Färinger hatte er in der Schlussphase einen Schuss aus kurzer Distanz unhaltbar zwischen die Beine ins Tor bekommen. Doch auch dieses "Gurkerl" nahm Payer mit der nötigen Gelassenheit hin, er weiß, dass es Schlimmeres gibt.
Die Berichte um seine Venen-Thrombose im Darm- und Leberbereich, die im auch einen Platz im Kader bei der Heim-EM 2008 gekostet hatte, möchte Payer aber mittlerweile längst nicht mehr hören oder lesen. "Ich habe dieses Kapitel abgehackt." Lediglich durch sein erstes Ländermatch von Beginn an war die Geschichte medial wieder aufgewärmt worden. "Deswegen hat mich das Ganze sogar im Schlaf verfolgt, jetzt muss Schluss sein."
Glanzparaden in Bukarest
Das Spiel in Bukarest, in dem Payer Österreich mit zahlreichen Glanztaten im Spiel hielt, war ein weiterer Beweis für die aktuelle Hochform des Oberösterreichers. Mit Rapid hatte er in der Qualifikation zur Europa League Aston Villa aus dem Bewerb geworfen, Payer war daran mit einem in England parierten Elfmeter maßgeblich beteiligt gewesen. Und nun rettete er Österreich die zumindest kleine Chance auf die WM 2010 in Südafrika.
(apa/red)
