Ein Punkt, der nicht hilft: Österreich erreicht
in WM-Qualifikation ein Remis in Rumänien
- Nur noch Mini-Chance auf Platz zwei in Gruppe 7 lebt
- Schiemer rettet mit Premieren-Tor 1:1 in Bukarest

·Österreichs Spieler
in der Einzelkritik!
Top oder Flop: So gut war
die ÖFB-Elf in Rumänien
·Bukarest hat diesmal
keinen Sieger erlebt
BILDER vom Länderspiel gegen Rumänien
·"Natürlich wäre ein Sieg besser gewesen"
REAKTIONEN zum Spiel Österreichs in Rumänien
·Payer: Der Rückhalt
der "Rasselbande"
Torhüter glänzte in Bukarest mit Paraden
·Frankreich nur mit 1:1-Remis in Serbien
Henry holt wichtigen Punkt für Vizeweltmeister
·England und Spanien fahren zur WM 2010
Quali: Auch die Slowakei
ist praktisch schon durch
Das Nationalteam hat die winzige Möglichkeit auf die WM-Teilnahme zwar gewahrt, die Chancen auf das Erreichen der Endrunde sind aber weiter gesunken. Die Österreicher erreichten in der WM-Qualifikation gegen Rumänien in Bukarest ein 1:1 und haben nun zumindest sehr gute Aussichten auf Endrang drei. Platz zwei, der unter Umständen zum Play-off berechtigt, ist nach Frankreichs 1:1 in Serbien nur noch theoretisch möglich.
Burcu hatte die Rumänen per Kopf in der 54. Minute in Führung gebracht, danach folgte eine klare Steigerung der Gäste, denen durch Schiemer in der 82. Minute noch der Ausgleich gelang. Die Schlussoffensive der Rot-Weiß-Roten blieb dann unbelohnt.
22,73 Jahre betrug das Durchschnittsalter der jüngsten ÖFB-Auswahl, die jemals in ein Pflichtspiel geschickt worden war, die Feldspieler waren im Schnitt sogar nur 22 Jahre alt. Allerdings war es dem ältesten Österreicher auf dem Platz, Helge Payer, zu verdanken, dass die Gäste mit einem 0:0 in die Pause gingen.
Der 30-jährige Goalie parierte in der 10. Minute nach einem Eckball von Cristea einen Kopfball von Radoi mit einer spektakulären Parade und rettete neun Minuten später vor Marica, der nach Pass von Bucur allein auf ihn zugestürmt war. Außerdem machte der Rapid-Tormann in der 34. Minute bei einer Chance von Bucur am Fünfer den Winkel zu eng für den Schützen, so dass der Ball deutlich neben das Tor ging.
Die übrigen zehn Akteure vermochten sich bei weitem nicht so stark in Szene zu setzen wie Payer. Teamchef Dietmar Constantini setzte auf Erwin Hoffer als einzige Spitze, dahinter agierte Daniel Beichler als Freigeist vor den beiden zentralen defensiven Mittelfeldspielern Julian Baumgartlinger (Debütant) und Yasin Pehlivan. Der nach seiner Sperre zurückgekehrte Kapitän Paul Scharner rückte in die Innenverteidigung.
Unsicherheit
Der Wigan-Legionär wirkte jedoch als einziger routinierter Feldspieler vorerst fast ebenso unsicher wie die meisten seiner Kollegen. Hoffer hing als einzige Spitze völlig in der Luft und zwischen Mittelfeld und Abwehr taten sich immer wieder große Löcher auf, die von den Rumänen aus eigenem Unvermögen oder auch aufgrund des desolaten Rasens nicht wirklich ausgenutzt wurden.
Zur Pause wurde Stefan Maierhofer für Hoffer eingewechselt, und der Neo-Wolverhampton-Legionär kam in der 52. Minute zur riesigen Chance für die bis zu diesem Zeitpunkt völlig harmlosen Österreicher. Der Ex-Rapidler luchste Radoi, dem letzten Mann der Rumänen, den Ball ab, zog allein Richtung Tor, überspielte noch Goalie Coman, ließ sich aber beim Schuss zu lange Zeit und platzierte das Spielgerät schließlich ans Außennetz.
Die Strafe dafür folgte schon zwei Minuten später. Nach einer Freistoßflanke von Cristea vergaß Dragovic auf Bucur, der aus vier Metern unbedrängt einköpfelte. Danach erarbeiteten sich die Österreicher zwar eine leichte Feldüberlegenheit, wirklich gefährlich wurde es aber vorläufig nur ansatzweise - so etwa in der 66. Minute, als Radoi nach einem Querpass des eingewechselten Trimmel vor Maierhofer rettete.
Schiemer trifft zum Ausgleich
In der 82. Minute gelang aber schließlich doch noch der ersehnte Ausgleich, der am 14. Oktober ein Entscheidungsspiel in Paris gegen Frankreich möglich machen könnte. Nach einem Eckball des eingewechselten Wallner landete der Ball bei Schiemer und der Salzburg-Verteidiger traf mit seinem schwächeren linken Fuß zum 1:1.
Wenige Sekunden später durfte sich Payer noch einmal bei einem Schuss von Roman aus spitzem Winkel auszeichnen, danach aber drängten die Österreicher noch auf den Sieg, mehr als einige Eckbälle schauten aber nicht mehr heraus.
(apa/red)
