Sonntag, 13. September 2009

Auch ein 3:0 reicht Grazern nicht zum Sieg:
LASK verwandelt Rückstand in ein 3:3-Remis

  • Steirer gingen bereits vor der Pause klar in Führung
  • Starke Schlussphase reichte LASK für einen Punkt

Der SK Sturm Graz hat in der Bundesliga die Tabellenführung übernommen. Die Grazer gaben allerdings vor 12.943 Zuschauern in der UPC-Arena gegen den LASK eine 3:0-Führung leichtfertig aus der Hand und mussten sich am Ende mit einem 3:3-Remis begnügen.

Peter Hlinka (40.) und Manuel Weber (45.) legten schon vor der Pause jeweils mit einem Weitschuss den vermeintlichen Grundstein für den fünften Erfolg im sechsten Spiel. Nach dem 3:0 von Daniel Beichler (62.) schien dann endgültig alles entschieden. Doch die Gäste bäumten sich in der Schlussphase noch einmal richtig auf und schafften mit furiosen 15 Schlussminuten, in denen Thomas Prager (80.), Christoph Saurer (90.) und Georg Margreitter (95.) trafen, noch einen Punktgewinn. Es war der erste Saisonpunkt in der Fremde sowie seit fünf Partien in Folge.

Die Elf von Chefcoach Franco Foda schaffte damit keine wirklich gelungene Generalprobe für die Auftaktpartie in der Europa-League-Gruppenphase am Donnerstag (19.00 Uhr) in der UPC-Arena gegen den 18-fachen rumänischen Meister Dinamo Bukarest. Beichler und Co., die noch die Auswärts-Nachtragspartie gegen Rapid vor sich haben, liegen vor dem heutigen Spiel Rapid - Salzburg vor den "Bullen" und der Austria (jeweils 13) aufgrund des besseren Torverhältnisses voran.

Mayrleb vergibt Großchance
Die oberösterreichische Torfabrik besann sich von Beginn an ihrer Stärke, war aggressiver und vor allem auch dem Führungstreffer näher. Routinier Christian Mayrleb war diesmal aber nicht abgebrüht genug und schoss aus 16 Metern alleinstehend vor Sturm-Goalie Christian Gratzei am linken Eck vorbei (2.). Zudem verfehlte auch Christoph Saurer ebenfalls aus aussichtsreicher Position knapp das Tor (9.) und scheiterte Roman Wallner aus zwölf Metern an Gratzei (28.).

Nach einer halben Stunde übernahmen die Hausherren dann das Kommando und erarbeiteten sich auch Chancen. Ein Schildenfeld-Kopfball ging daneben (30.), nach einem Hölzl-Stanglpass auf Beichler passte die LASK-Abwehr auf (33.) und ein Hölzl-Volleyschuss ging nach einem Corner am Tor vorbei (34.). Gegen zwei Weitschüsse der Grazer war LASK-Goalie Michael Zaglmair in der Folge aber machtlos. Eine Weber-Flanke köpfelte Bichelhuber zwar aus der Gefahrenzone, der folgende Weitschuss von Hlinka aus mehr als 20 Metern landete aber genau im Eck (40.). Fünf Minuten später war der 21-jährige Cavlina-Ersatzmann neuerlich machtlos, nachdem Weber nach Hölzl-Zuspiel aus 20 Metern abgezogen hatte (45.).

Nach dem Seitenwechsel legten die Hausherren schnell nach. Während Weber nach einer schönen Einzelaktion noch seinen Meister in Zaglmair fand (53.) und ein Jantscher-Freistoß hauchdünn am Kreuzeck vorbeiging, machte Beichler seine Sache wenig später besser. Nach einer Idealflanke von Jantscher machte der am Elfer völlig freistehende 20-Jährige sein drittes Saisontor perfekt (62.).

LASK gab in letzten zehn Minuten Gas
Von den Oberösterreichern war in der zweiten Hälfte bis zur Schlussphase wenig zu sehen. In den letzten zehn Minuten gaben die Mannen von Matthias Hamann aber noch einmal ordentlich Gas. Wallner tankte sich auf der Seite schön durch und sein Zuspiel drückte der Torschützenlistenführende (6 Tore) Prager (80.) über die Linie. Im Gegenzug traf der kurz zuvor für Beichler eingewechselte Bukva nur die Querlatte (81.). Die vergebene Chance rächte sich prompt. Zuerst traf Saurer nach einem Bichelhuber-Zuspiel (90.), dann drückte Margreitter (95.) den Ball nach einem Wallner-Freistoß, den Gratzei nur kurz abwehren konnte, über die Linie.

Sturm Graz - LASK Linz 3:3 (2:0)
UPC-Arena, 12.943, SR Stuchlik

Torfolge:
1:0 (40.) Hlinka
2:0 (45.) Weber
3:0 (62.) Beichler
3:1 (80.) Prager
3:2 (90.) Saurer
3:3 (95.) Margreitter

Sturm Graz: Gratzei - Sonnleitner, Feldhofer, Schildenfeld, Kandelaki - Hölzl (79. Ehrenreich), Weber, Hlinka, Jantscher - Beichler (79. Bukva), Muratovic (70. Hassler)

LASK: Zaglmair - Bubenik (68. Piermayr), Margreitter, Kobleder, Chinchilla-Vega (46. Rasswalder) - Bichelhuber, Majabvi, Prager, Saurer - Wallner, Mayrleb (68. Pichler)

Gelbe Karten: Beichler, Hlinka bzw. Rasswalder
(apa/red)

13.9.2009 07:05