Rogan muss sich neuen Sponsor suchen: Raiffeisen lässt ihn nicht auf Kunden los
- Banker-Karriere des Sportlers wird vorzeitig beendet
- Kündigung in beiderseitigem Einvernehmen getroffen

·Raiffeisen trennt sich von Markus Rogan
FORMAT: Ausbildung zum
Banker wird abgebrochen
Markus Rogan, der bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Rom zuletzt nicht die erhofften Resultate erreicht hat, wird in Kürze wohl nicht mehr von Raiffeisen gesponsert. Nach fünfjähriger Zusammenarbeit dürfte der Vertrag mit Ende September auslaufen. Nach "Evaluierung des Werbewerts" durch die Bankengruppe gilt es als wahrscheinlich, dass eine Verlängerung unterbleibt. Es wurde zwar bis zuletzt auf Hochtouren verhandelt, doch die begonnene Banker-Karriere bei Raiffeisen wird Rogan wohl nicht mehr fortsetzen. Der Ausbildungsvertrag war Teil des Raiffeisen-Sponsoring.
Der Sponsorenvertrag mit der Raiffeisen-Bankengruppe ermöglichte Rogan eine Ausbildung zum Finanzberater für wohlhabende Privatkunden. Das Bankpraktikum startete der 27-jährige Sportler im November 2008 bei der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien (RLB). RLB-Vorstand Georg Kraft-Kinz bestätigte gegenüber dem Magazin "Format": "Herr Rogan wird das Unternehmen Ende September verlassen. Die Entscheidung wurde in beiderseitigem Einvernehmen getroffen."
Nach den Titelkämpfen in Rom, die für den zweifachen Olympia-Zweiten nach einem Disco-Zwischenfall am 1. August schmerzvoll geendet hatten, war Rogan wochenlang nicht erreichbar für seinen Dienstgeber, die RLB. Bis Ende August ein Schreiben einlangte. "Wir haben am 28. August von Markus Rogan über einen handgeschriebenen Brief die Information bekommen, dass er sich auf das Schwimmen konzentrieren und in den USA bleiben möchte", hieß es aus der RLB. Diesem Wunsch habe man entsprochen und den Arbeitsvertrag als Angestellter per Ende September gekündigt. Das Traineeprogramm als solches - ein Teil der Ausbildung im Private Banking - wäre jetzt im Herbst ohnedies beendet gewesen.
(apa/red)
