Polnische Bischöfe sorgen für Aufregung: Wollen künstliche Befruchtung verbieten!
- Kinder wie "ein Gegenstand, den man kaufen kann"
- Polnisches Parlament weist offiziellen Antrag zurück

Für Aufregung sorgt die katholische Kirche in Polen. Denn dort setzen sich Bischöfe gegen künstliche Befruchtung ein. Sie sehen die so genannte In-vitro-Fertilisation sogar als kriminelle Tat an und fordern dafür Haftstrafen!
Die katholische Kirche in Polen möchte das Parlament dazu bewegen, die künstliche Befruchtung zu verbieten. Paare, die sich für die so genannte In-vitro-Fertilisation entscheiden, behandelten ein Kind wie einen "Gegenstand, den man kaufen kann", heißt es in einem offenen Brief des Familienausschusses des Episkopats an die Abgeordneten. Außerdem führe die künstliche Befruchtung zum Tod der "im Embrionalstadium befindlichen Brüder und Schwestern" des geborenen Kindes.
Vom Parlament abgelehnt
Anlass für den offenen Brief ist ein Gesetzesentwurf, der ein generelles Verbot der künstlichen Befruchtung vorsieht. Er wurde von der Initiative "Contro in vitro" eingebracht, die rund 160.000 Unterschriften sammelte. Eine Chance auf eine Mehrheit im Parlament hat das Projekt nicht. Der Parlaments-Vizepräsident Stefan Niesiolowski von der rechtsliberalen Regierungspartei "Bürgerplattform" (PO) machte sich vor Journalisten lustig über den Brief der Bischöfe: "Ich würde gleich lebenslange Haft für Kinder einführen, die aus einer künstlichen Befruchtung stammen", sagte er. Und so wurde der Gesetzesentwurf auch in der ersten Lesung vom polnischen Parlament abgelehnt - 244 Abgeordnete wiesen ihn zurück; 162 stimmten dafür.
Paketfunde in Kanada10:02
Pornostar als Killer?29-jähriger Luka Magnotta soll Bekanntschaft ermordet, zerstückelt und verschickt haben
Caritas-Konferenz13:25
Eine Milliarde hungertSituation ist wegen Dürre und Nahrungsmangel in Afrika am schlimmmsten
