Bezahlte Frauen bei Berlusconis Partys: Sex-Skandal kommt neuerlich ins Rollen
- Unternehmer bestellte 30 junge Frauen für 18 Feste
- Einige Escort-Ladys wurden mit Kokain versorgt

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Angeblich 2.000 Euro für Partybesuch hingeblättert
Der Skandal um das Privatleben des italienischen Ministerpräsidenten Berlusconi kommt wieder ins Rollen. Der mit dem Medienzar befreundete süditalienische Unternehmer Gianpaolo Tarantini gestand den Justizbehörden in Bari, von September 2008 bis Jänner 2009 30 junge Frauen für 18 Partys in Berlusconis Residenz in Rom rekrutiert zu haben, berichtet die Tageszeitung "Corriere della Sera".
Einige Frauen sollen von ihm bis zu 1.000 Euro erhalten haben, um die Nacht bei Berlusconi zu verbringen. Anderen sollen lediglich Reisekosten nach Rom und Hotels bezahlt worden sein. "Ich habe viel ausgegeben, um meine Freundschaft zu Berlusconi zu pflegen. Da ich sein Interesse für Damen kannte, habe ich zu seinen Partys Frauen mitgebracht, die ich ihm als meine Freundinnen vorstellte. Ich habe ihm verschwiegen, dass ich sie manchmal bezahlte", wurde Tarantini zitiert.
Kokain für Excort-Ladys
Der Unternehmen gestand außerdem, einigen Escort-Ladys Kokain geliefert habe. An den Partys mit Berlusconi nahmen mehrere Showgirls und Schauspielerinnen teil. Gegen den 35-jährigen Unternehmer laufen seit Monaten Ermittlungen in Bari. Die Staatsanwaltschaft will feststellen, ob Tarantini öfters einflussreichen Persönlichkeiten junge Frauen vermittelt hat. Die Ermittler vermuten, dass der Unternehmer sich somit politische Begünstigungen für seine Geschäfte im Gesundheitsbereich sicherte. Der Unternehmer ist Inhaber der Gesellschaft Tecnohospital, die auf Dienstleistungen im Gesundheitsbereich spezialisiert ist.
Tarantini hatte zu Berlusconi auch die Escort-Lady Patrizia D'Addario geführt, die wegen ihres nach eigenen Angaben bezahlten Abends in der römischen Residenz Berlusconis international bekannt geworden ist. Die Affäre rund um Partys und Prostitution, die Berlusconi in den vergangenen Monaten stark unter Druck gesetzt hat, wurde von D'Addario ausgelöst.
(apa/red)
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