Die Türkei erlebte eine Jahrhundertflut: Wassermassen überschwemmen Istanbul
- Flutwelle hat mindestens 32 Menschen getötet
- 61 mutmaßliche Plünderer im Polizeigewahrsam

·BILDER: Türkei versinkt in den Fluten
Unwetter hinterlassen Spur der Verwüstung
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Nach den heftigsten Regenfällen seit 80 Jahren sind in Istanbul mindestens 32 Menschen in den Fluten ums Leben gekommen. Sintflutartiger Regen hatte in der türkischen Millionenmetropole und deren Umgebung zu meterhohen Überschwemmungen geführt. Acht weitere Menschen galten nach Behördenangaben als vermisst, nach einigen Zeitungsberichten liegt die Zahl der Vermissten sogar bei 18.
In Saray waren schwere Regenfälle niedergegangen; dabei starben fünf Menschen, darunter die Frau und die drei Kinder des jetzt tot aufgefundenen Bauern. In Istanbul selbst kamen bei sintflutartigen Wolkenbrüchen mindestens 26 Menschen ums Leben.
Ermittlungen eingeleitet
Laut NTV leitete die Istanbuler Staatsanwaltschaft unterdessen Ermittlungen wegen der Todesfälle ein. Im Mittelpunkt des Interesses stand der Tod von sieben Textilarbeiterinnen in einem Bus, der in einem Istanbuler Industrieviertel von den Wassermassen erfasst worden war. Nach Presseberichten war der Bus nicht für die Personenbeförderung geeignet und hatte im hinteren Teil keine Tür und keine Fenster, die als Notausstiege hätten dienen können. Die sieben Frauen waren im Heck des Fahrzeugs ertrunken.
61 mutmaßliche Plünderer verhört
Auch die Plünderungen nach den Überschwemmungen werden von der Justiz untersucht. NTV zufolge befinden sich 61 mutmaßliche Plünderer im Polizeigewahrsam. Sie müssen mit Anklagen und mehrjährigen Haftstrafen rechnen. Fernsehbilder hatten mehrere Dutzend Plünderer gezeigt, die Haushaltswaren und sogar Jagdgewehre aus liegen gebliebenen Fahrzeugen gestohlen hatten.
(apa/red)
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