Dienstag, 8. September 2009

Schweres Erdbeben erschüttert Georgien: Stärke von 5,5 bis 6,2 auf der Richter-Skala

  • Tiflis: Große Angst vor Nachbeben bei Bewohnern
  • Beben war auch in Süd- und Nordossetien spürbar

In Georgien hat sich in der Nacht ein schweres Erdbeben ereignet. Unterschiedlichen Meldungen zufolge hatte das Beben eine Stärke von 5,5 bis 6,2 auf der Richter-Skala. Das Epizentrum befand sich rund 70 Kilometer nordöstlich der Stadt Kutaisi, etwa zehn Kilometer unter dem Erdboden. Informationen über Schäden oder Verletzte lagen zunächst nicht vor.

"Bisher haben wir keine Informationen über Schäden oder Opfer erhalten", sagte ein Sprecher des georgischen Zivilschutzes. Er gab die Stärke des Bebens mit 5,5 an und lag damit deutlich unter den Berechnungen der US-Erdbebenwarte (6,2) und des europäischen Erdbebenzentrums EMSC (6,1).

Angst vor Nachbeben
In der etwa 200 Kilometer vom Epizentrum entfernten georgischen Hauptstadt Tiflis liefen die Bewohner mehrstöckiger Häuser aus Angst vor Nachbeben auf die Straßen. Auch in der von Georgien abtrünnigen Region Südossetien und in der russischen Teilrepublik Nordossetien seien die Menschen von dem Beben aus dem Schlaf gerissen worden. Russischen Agenturberichten zufolge gab es auch dort keine Schäden.

Beim jüngsten schweren Erdbeben in Georgien waren im April 2002 sechs Menschen ums Leben gekommen. Der Erdstoß der Stärke 6 richtete damals sichtbare Schäden in der Altstadt von Tiflis an.

(apa/red)

8.9.2009 08:04