Mittwoch, 9. September 2009

Kanzler Faymann im ORF-Sommergespräch:
Verweist auf Erfolge der SPÖ-ÖVP-Regierung

  • Oscar-Regisseur Ruzowitzky vermisst "großen Wurf"
  • Im Vorfeld gab es peinliche Diskussion um Location

Mit Bundeskanzler Werner Faymann endeten die diesjährigen ORF-Sommergespräche. Gemeinsam mit Oscar-Regisseur Stefan Ruzowitzky interviewte Moderatorin Ingrid Thurnher den Kanzler im Festspielhaus vor der Kulisse der Seebühne in Bregenz. Schon im Vorfeld war es zu heftigen Diskussionen gekommen, nachdem bekannt wurde, dass Faymanns Pressesprecherin für ihren Chef "Extrawürstel" verlangt hatte.

Das Büro des Kanzlers hatte im Vorfeld Befürchtungen, dass es auf der Seebühne, wo heuer die Aida gegeben wurde, zu Pannen kommen könnte. Faymanns Pressesprecherin Angelika Feigl warnte den ORF vor "schlechter, dilettantischer und liebloser Organisation", die den Kanzler zur "Lachnummer" degradieren würde.

In einem Mail zählte Feigl auf, welche "Eventualitäten" es bei dem Gespräch mit Faymann zu beachten gilt: Etwa "Wetter, Sonnenlicht - mein Chef soll nicht ständig die Augen zukneifen müssen", Regen, der "geht gar nicht", sowie "Nebengeräusche", etwa durch Tiere verursacht - "am See quaken gerne Enten, nicht einmal das möchte ich, während mein Chef spricht!". Auch auf die Kulisse gelte es zu achten.

Faymann lobt Zusammenarbeit
Im ORF-Sommergespräch lobte Faymann einmal mehr die gute Zusammenarbeit in der Koalition gelobt. Den Vorwurf, sich gegenüber dem Koalitionspartner ÖVP zu wenig abzugrenzen, wies Faymann zurück: Es sei besser, in der Krise gut zusammenzuarbeiten, als dass die Wähler am Ende der Legislaturperiode sagen müssten, es werde nur gestritten, sagte Faymann bei der Aufzeichnung im Bregenzer Festspielhaus. Gerüchten, Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer könnte EU-Kommissar oder Vize-Kommissionspräsident werden, trat er einmal mehr entgegen. Die ÖVP habe das Vorschlagsrecht.

Ruzowitzky fehlt "großer Wurf"
Die Ansicht von Oscar-Preisträgers Stefan Ruzowitzky, es würden in seiner Regierung die "großen Würfe" fehlen, wies Faymann zurück: So habe man in Österreich die zweitgeringste Arbeitslosigkeit in Europa. "Das ist ein großer Wurf". Bei der Gesundheits- und Schulreform sei man hingegen noch am Anfang. Besonderes Bedauern äußerte Faymann, dass sich die SPÖ bei der von Unterrichtsministerin Claudia Schmied angegangen Ausdehnung der Lehrer-Arbeitszeit nicht hatte durchsetzen können. Das habe "am meisten wehgetan". Der Bundeskanzler will dieses Thema nun erneut angehen: "Wir starten das neu" - unter Einbindung von Lehrern und Schülern.

EU-Kommissar bleibt bei ÖVP
Eine Festlegung gab es betreffend der Besetzung des EU-Kommissars: Man habe vereinbart, dass die ÖVP einen Vorschlag mache, und "wenn man etwas ausmacht, dann gilt das", erklärte Faymann auf eine entsprechende Frage von ORF-Moderatorin Ingrid Thurnher. Dass Gusenbauer eine Chance auf den Posten des Vize-Kommissionspräsidenten haben soll, hält Faymann für unwahrscheinlich: Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso habe dementiert, Gusenbauer ebenfalls - "wer soll noch dementieren?", fragte Faymann.

Klare Worte fand der SPÖ-Chef einmal mehr zur FPÖ: "Ich möchte keine Kaolition mit dieser FPÖ und auch keinen Pakt mit dieser FPÖ." Bedauern äußerte er, dass es derzeit keine Möglichkeit gibt, den Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf abzuwählen: Ein "wirklicher Fehler".

Weniger klar äußerte sich Faymann zur Frage einer möglichen Widerkandidatur von Bundespräsidenten Heinz Fischer. Er habe darüber mit der Präsidenten zwar schon gesprochen. Verraten habe Fischer aber lediglich, dass er vorhabe, die Entscheidung selbst zu treffen und "selbst bekanntzugeben" - dies sei zu respektieren.

Verwaltungsreform gegen Wirtschaftskrise
Gefragt, wie man den Kosten der Wirtschaftskrise begegnen will, verwies Faymann einmal mehr auf die Verwaltungsreform. Diese solle letztlich 3,5 Mrd. Euro bringen - und zwar pro Jahr. Eine Absage gab es einmal mehr an eine Wiedereinführung von Erbschafts- und Schenkungssteuer, dafür glaubt Faymann fest an eine Form der Besteuerung bestimmter Finanzprodukte. Eine europaweite Finanztransaktionssteuer hält Faymann für nicht ausgeschlossen, sollte man dies nicht zustande bringen, plädiert der SP-Chef auf das Nutzen "nationaler Spielräume".

(apa/red)

9.9.2009 10:29
julia987, 09. 09. '09 13:18
eh klar,
dass die pressesprecherin vom faymann keine enten im hintergrund wollte, man hätte ja das quaken der enten mit dem des kanzlers nicht unterscheiden können.... ;)
hary1965, 09. 09. '09 14:28
Re: eh klar,
wobei das liebliche Quacken der Enten für den Zuseher eine Erholung gewesen wäre, er hätte sich von der grauenhaften stimme des Kanzlers erholen können, abgesehen vom Schwachsinn den dieser verzapft
Vasant, 09. 09. '09 11:43
Es wäre mal sinnvoll, wenn ...
sich Politiker Zeit nehmen und diverse Foren Beiträge
genau lesen und versuchen zu verstehen würden,
anstatt in Interviews immer nur eigenes Wunschdenken,
Fantasien und Träume zu verbreiten, die fern ab jeder
Realität sind!

Man macht Hoffnungen und Versprechen ohne darüber
nachzudenken, was denn wirklich wichtig und nötig wäre!

Wenn ich die Ursachen und Probleme nicht kenne, dann bin
ich nicht in der Lage eine Lösung zu finden und das ist eine
Tatsache, die jeder Bürger mittlerweile versteht, aber die
unsere Politiker noch nicht mal annähernd kapiert haben!


Meine Meinung!
antikapitalist, 09. 09. '09 12:23
Re: Es wäre mal sinnvoll, wenn ...
Dem ist nichts hinzuzufügen!


Meine Meinung!
DKNY2009, 09. 09. '09 10:51
Verwaltungsreform
WANN ENDLICH?
hary1965, 09. 09. '09 10:27
Dieser Kanzler ist der absolute Tiefgang
Die einzige Vision die er hat ist, irgendwie herum zu wursteln um Kanzler spielen zu dürfen, dafür ist im alles recht, er läßt nur um Kanzler sein zu dürfen die OVP tun was sie will, er verteilt gedankenlos Geschenke die andere bezahlen und Fachleute erschaudern lassen. Gemeinsam bedienen SPÖ und ÖVP nur die Interessen ihres Klientels, ohne an Menschen zu denken die dafür finanziell aufkommen müssen und gleichtzeitig nichts mehr dafür bekommen werden. Diese Politker sind für die jungen Menschen gemeingefährlich und haben das Privileg " Sie wissen nicht was sie tun" also sie haften für nichts. Wie lange lassen sich die Menschen solche Politiker gefallen??? eine Frage kann es überhaupt noch schlechtere Politker geben?????
Vasant, 09. 09. '09 11:08
Re: Dieser Kanzler ist der absolute Tiefgang
Du hast es auf den Punkt gebracht! Einem Schüssel ist
heute auch egal, was er uns mit der EU eingebrockt hat!
Hauptsache er hatte dadurch persönliche Vorteile und
Österreich muss heute mit dieser Entscheidung alle
Verantwortungen tragen und Verpflichtungen leisten
bzw. über den Steuerzahler erbringen!

Schlechtere Politiker gibt es wohl kaum, wobei ich das
hier nicht verschreien will, denn wer weiß was die noch
so alles aufstellen, nachdem diese ebenfalls nur ihre
privaten Interessen erreicht haben und einen weiteren
"Müllberg" hinterlassen!

Keiner der Politiker kann auch nur annähernd die
Bedürfnisse der Bevölkerung von seiner Limousine
aus verstehen, denn im vorbeifahren von Siedlungen
und ohne direkten Kontakt zu der Jugend wird man
keine Lösung finden! Es interessiert einfach keinen
antikapitalist, 09. 09. '09 12:28
Re: Dieser Kanzler ist der absolute Tiefgang
und wer hat mehrheitlich für einen eu beitritt gestimmt??die politiker etwa??das saublöde volk,das den politikern traute!! dabei war es doch offensichtlich,was da alles auf uns zukommt!! selber sind wir schuld!!
Wilfried1931, 09. 09. '09 09:42
Hoher Gähnfaktor
Das Sommergespräch mit Faymann hatte wohl den höchsten Gähnfaktor. Ruzowitzky konnte keine Frage so richtig formulieren und vor allem bein Thema Pensionen, konnte kaum auf das Fiasko Hacklerregelung und fehlende Pensionsautomatik eingegangen werden. Faymann konnte hier eine Schönwetterrede abhalten ohne harte Fragen. Es ist also sein Konzept gegen Arbeitslosigkeit vor allem den geschützten Bereich, andere haben die Dienstzeiten nicht, in Frühpension zu schicken, die Wahrheit ist, Faymann bedient nur sein Klientel auf Kosten der Erwerbstätigen die diese Privilegien Politik bezahlen müssen und in Zukunft einen abgewirtschafteten Staat sanieren müssen, ohne selbst nur annähernd bezahlte Beiträge zurück zu bekommen. Jeder unter 50 jährige müsste blöd sein so einen Politiker zu wählen
Vasant, 09. 09. '09 10:03
Re: Hoher Gähnfaktor
Es ist ja nichts Neues, dass die SPÖ seit Jahren ihre Politik
auf leere Versprechen aufbaut und ein Kabarett nach dem
anderen präsentiert.

Einen Gusenbauer habens schneller abserviert, nachdem
er keine Leistung gebracht hat und einen Faymann lassens
weitermachen? Da ist wohl die Freundlwirtschaft stärker,
als die Bedürfnisse der Wähler die sich in Scharen
verabschieden.

Eine SPÖ lernt nicht aus ihren Fehlern und das ist in
Zeiten der "Schnelllebigkeit" eine Tragödie! Dadurch
kann man diese "Partei" einfach nicht mehr ernst
nehmen, sondern wirklich nur mehr den Kopf schütteln!

Keine Perspektiven für die Jugend, für Pensionisten etc.
Sogar die ÖVP hat ihnen die besten Ämter nach deren
eigen inszenierter Neuwahl abgenommen, also was soll
die SPÖ noch bewegen;)


Meine Meinung!
Vasant, 09. 09. '09 09:31
Welche Zusammenarbeit wird gelobt?
Nachdem sich täglich die SPÖ und ÖVP Politiker ganz
offen befetzen, wundert es mich nun sehr welche
Zusammenarbeit von Faymann gelobt wird? Es wird
nur gestritten und das ist Fakt!

Das ewige "schön reden" und verfälschen von
Tatsachen ist ja schon lächerlich und jeder im
Land außer Herrn Faymann, weiß sichtlich was
da wirklich abgeht;)

Und wie könnte man Herrn Faymann noch mehr
zu einer "Lachnummer" machen? Das hat er seit
den hirnlosen Neuwahlen doch schon selbst erledigt;)
Frau Feigl - man kann ihre Bedenken sehr gut verstehen!

Wie gesagt, ein Faymann hat leider nicht die Stärken im
Bereich Verhandlung, Auftreten und wirklich guter Ideen!
Das zeichnet einen Politiker aus und sowas braucht das
Land in der derzeitigen Lage!

Aber "grinsend" untergehen ist doch auch schon was;)
antikapitalist, 09. 09. '09 09:48
Re: Welche Zusammenarbeit wird gelobt?
na dann geh das nächste mal wieder brav wählen damit dann endlich alles gut wird!! typisch massenmensch!!!schrecklich!!!
Vasant, 09. 09. '09 09:50
Re: Welche Zusammenarbeit wird gelobt?
Und du leg dich wieder unter deine Brücke und penn weiter;)
antikapitalist, 09. 09. '09 10:03
Re: Welche Zusammenarbeit wird gelobt?
typisch egozentriker,schrecklich,gute nacht österreich!!!
Vasant, 09. 09. '09 10:22
Re: Welche Zusammenarbeit wird gelobt?
Gute Nacht passt zu dir perfekt ... also, dann ab unter
deine Brücke du Punk und träum weiter mit deinen 2
Freunden von der Anarchie, die es nicht geben wird!
antikapitalist, 09. 09. '09 10:33
Re: Welche Zusammenarbeit wird gelobt?
deinesgleichen wird das lachen schon noch vergehen
Vasant, 09. 09. '09 11:08
Re: Welche Zusammenarbeit wird gelobt?
Wer lacht? Sag mal ... lebst du noch in der Realität
oder redest einfach nur Müll, weil dir sonst keiner
zuhört?
antikapitalist, 09. 09. '09 07:07
jede regierung spiegelt das land in dem sie regiert!!!
kein weiterer kommentar zur intelligenz des österreichischen volkspöbels!!!...siehe z.b.sidestep oder vasant!!!!
Vasant, 09. 09. '09 09:21
an antikapitalist:
Deine "Beiträge" sind einfach nur amüsant du kleiner
Punk-Freak;)