Dienstag, 8. September 2009

OECD-Schulen im Vergleich: So schneiden Austro-Lehrer bei Arbeitsbedingungen ab!

  • Weniger Schüler zu betreuen und weniger Unterricht
  • Höchstgehalt und Vorbereitungszeit über Durchschnitt

Österreichs Lehrer haben pro Jahr weniger Stunden Unterricht, unterrichten in kleineren Klassen und haben weniger Schüler zu betreuen als der durchschnittliche Lehrer in anderen OECD-Ländern. Das zeigt die aktuelle OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2009". Beim Gehalt der Pädagogen zeichnet die OECD ein differenziertes Bild. Bei der Akademikerquote liegt Österreich deutlich unter dem Schnitt.

Während österreichische Lehrer zu Beginn ihrer Laufbahn und nach 15 Jahren Berufserfahrung etwa soviel verdienen wie jene der übrigen Industrieländer, liegt ihr Höchstgehalt nach 34 Jahren deutlich über dem OECD-Schnitt. Österreich ist eines der wenigen Länder, in denen sich die Zahl der zu unterrichtenden Stunden zwischen 1996 und 2007 deutlich verändert hat: Bei den Volksschullehrern ist die Unterrichtsverpflichtung um 13 Prozent auf 774 Stunden pro Jahr gestiegen. Sie unterrichten damit allerdings immer noch weniger Stunden als im OECD-Schnitt (798 Stunden), nur in zehn der 37 untersuchten Ländern unterrichten Volksschullehrer kürzer. Am längsten stehen die Volksschullehrer in den USA mit 1.080 Stunden pro Jahr in der Klasse.

Bei den Akademikern scheint noch viel Arbeit notwendig. Zumindest zeigt die Entwicklung der Akademikerquote eine im internationalen Vergleich unterdurchschnittliche Dynamik. Dem entsprechend liegt der Anteil der Akademiker an der 25- bis 64-jährigen Bevölkerung hierzulande mit derzeit 18 Prozent noch neun Prozentpunkte unter dem Schnitt der OECD-Länder.

Bei den Bildungsausgaben hat sich hierzulande seit der Jahrtausendwende kaum etwas getan: Während in den OECD-Ländern die Ausgaben für Bildung im Verhältnis zu den öffentlichen Gesamtausgaben zwischen 1995 und 2006 im Schnitt um 1,3 Prozentpunkte auf 13,3 Prozent stiegen, wuchs der Anteil hierzulande im gleichen Zeitraum lediglich um 0,2 Prozentpunkte auf elf Prozent.

(apa/red)

8.9.2009 11:47
sidestep, 09. 09. '09 09:46
Viele hier sind mir zu dumm
Viele in diesem Forum sind mir mit Ihren Postings zu dumm, um darauf zu reagieren. Dies würde sie nur aufwerten und das will ich nicht. Vorurteile von "nur Zeitungslesern", die ungeprüft alles glauben was dort steht und die keine Ahnung haben, was den Lehrerjob ausmacht prägen ihr Denken. Neid bewegt sie und nicht Objektivität. Die Dummheit stirbt halt nicht aus - fertig und Ende! Ach übrigens - ich bin weder ein Lehrer noch kenne ich einen näher außer - wie eben jeder Elternteil - der Kinder in der Schule hat!
maierhofer____, 08. 09. '09 23:01
@stabilis
Lehrer unkündbar? Dass ich nicht lache...
Deine restlichen Argumente sind auch nur Milchmädchenrechnungen
grenzenlos24, 09. 09. '09 09:39
Re: @stabilis
also ich halte lehrer bestimmt nicht für stinkfaul, allerdings stecken auch in der Milchmädchenrechnung (wann hört endlich die Diskriminierung dieser armen Milchmädchen auf, deren Berufsbild es schon seit Jahrzehnten in dieser Form nicht mehr gibt (kann dies an einem veraltenen Lehrplan liegen)) viele Wahrheiten, weil ich viele Lehrer persönlich kenne die mir die "offiziellen" Zahlen der Lehrergewerkschaft über die Arbeitszeit nicht bestätigen können. Mehr Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten ist gefragt: Yes we can sagte Obama, ned, yes, now will we onetime looken, maybe, or not, and why is my english on onetime so extremly ass being) www.grenzenlos24.at
clsc, 08. 09. '09 20:25
tolle vergleiche
wie jedes kleine kind in der volksschule weiß aber viele journalisten nur schwer nachvollziehen können oder einfach nur nicht wollen, kann man mit zahlen alles be- oder widerlegen. so nach dem motto "trau keiner statistik, die du nicht selbst gefälscht hast". die tatsache, dass in österreich die jugendarbeitslosigkeit sehr gering ist, österreichische facharbeiter und akademiker weltweit tätig sein können, zeigt, dass unser schulsystem und unsere lehrer gut arbeiten. wer meint, die quantität steigern zu müssen, soll weiterhin die lehrer schlecht machen und das system verteufeln. er wird nur bald merken, dass sich die geschäftemacher der privatschulen ins fäustchen lachen.
stabilis, 08. 09. '09 20:39
Re: tolle vergleiche
Lehrer: 15 Wochen Urlaub
Arbeitnehmer: 5 Wochen Urlaub

Lehrer: 22 Stunden Lehrverpflichtung, Rest in freier Zeiteinteilung
Arbeitnehmer: 9 to 5 ohne Gnade

Arbeitnehmer: Chef über sich und Job gefährdet
Lehrer: defakto unkündbar und Herrscher über KINDER!

Fazit: Die OECD bestätigt es klar: stinkfaules Pack! Heute, morgen und weiter so!

Wird Zeit für eine Bildungsreform!

Aja, Arbeitnehmer: Fortbildung in der Freizeit... Lehrer...haha, gibt Dir die Antwort selbst!
sidestep, 09. 09. '09 10:24
Re: tolle vergleiche
"stabilis" nur eine Frage: Warum bist du den nicht selbst Lehrer geworden, dann hättest du die von dir angeblich festgestellten "Privilegien" auch? Hat es vielleicht an der nötigen Intelligenz gefehlt und bist du vielleicht in der 5.Klasse Volksschule ausgeschult worden?