Mittwoch, 2. September 2009

Weniger Umsatz für die Elektronik-Branche:
IFA trotzt mit starker Aussteller-Beteiligung

  • 1.164 Anbieter aus 60 Ländern kommen nach Berlin
  • High Definition gilt weiterhin als Branchen-Zugpferd

Die deutsche Unterhaltungselektronik-Branche wird in diesem Jahr trotz guter Nachfrage der Verbraucher voraussichtlich an Umsatz verlieren. Durch einen anhaltend hohen Preisverfall vor allem im wichtigen Fernsehgeschäft werde für Deutschland mit einem leichten Minus von 1,5 Prozent gerechnet, sagte Rainer Hecker, Aufsichtsratschef der Gesellschaft für Unterhaltungs-und Kommunikationselektronik gfu vor Beginn der Internationalen Funkausstellung IFA in Berlin.

Die weltgrößte Messe für Unterhaltungselektronik und Elektrogeräte meldet trotz Wirtschaftsflaute eine starke Ausstellerbeteiligung. 1.164 Anbieter aus 60 Ländern (2008: 1.245) zeigen vom 4. bis 9. September zahlreiche Neuheiten und Weiterentwicklungen. Die innovativen Angebote sind laut Hecker Basis für den geschäftlichen Erfolg.

HD bleibt weiterhin Zugpferd
"Wir erwarten in diesem Jahr erneut ein Ordervolumen von mehr als drei Mrd. Euro." Digitale Produkte seien die Stützen der Verbraucherelektronik-Branche. Thema der Messe sind unter anderem die weitere Verschmelzung von Internet und TV sowie die breite Einführung des Fernsehens in hoher Auflösung im HDTV-Format. Nach Branchenangaben sollen in Deutschland in diesem Jahr 7,2 Mio. HD-taugliche TV-Geräte verkauft werden. Damit sollen bereits 19 Mio. Geräte für das HD-Zeitalter in deutschen Haushalten stehen.

Ansturm aus China
Zur Bedeutung der Traditionsmesse in den Hallen unter dem Funkturm sagte der Geschäftsführer der Messe Berlin, Christian Göke: "Die IFA ist internationales Trend- und Konjunkturbarometer der Branchen." Von der 49. Branchenschau werde wieder ein starker Impuls vor allem für das Herbst- und Weihnachtsgeschäft erwartet. In diesem Jahr sind mehrere große Aussteller nach Berlin zurückgekehrt. Es fehlen einige Aussteller aus Taiwan und Hongkong, dafür gebe es eine stärkere chinesische Beteiligung. (apa/red)

2.9.2009 16:57