Jetzt geht's mit dem Sparen erst richtig los:
Aktuelles Glühbirnen-Aus ist bloß der Beginn
- Bald im gesamten Haushalt ordentlich Energie sparen
- Ökodesign-Richtlinie für Kühlschrank, Fernseher & Co
·Der Glühbirne schlägt
bald letztes Stündlein
Tritt seit 1. September schrittweisen Rücktritt an
·"Falsches Tageslicht" hebt unsere Stimmung
Für mehr Wohlbefinden innerhalb der vier Wände

Seit 1. September ist die 120 Jahre alte Glühbirne Geschichte. Zuerst geht's den 100-Watt-Birnen sowie den matten Lampen an den Kragen. Diese dürfen laut EU-Richtlinie weder neu produziert noch in die EU importiert werden. Das Glühbirnen-Aus ist aber erst der Anfang einer langen Reihe an Vorschreibungen, die dabei helfen sollen, künftig mehr Energie zu sparen.
Mit der so genannten Ökodesign-Richtlinie hat die EU-Kommission stromfressenden Haushalts- und Elektrogeräten den Kampf angesagt. Die von den Maßnahmen betroffenen Geräte und Produktgruppen werden zwar nicht zur Gänze vom Markt genommen - so wie die klassische Glühbirne -, sollen aber mit neuen Höchstverbrauchswerten versehen werden.
Neue Höchstverbrauchswerte
Beispiel Kühl- und Gefrierschränke: Innerhalb der nächsten Monate und Jahre müssen diese um mindestens 20 Prozent weniger Energie verbrauchen als heutige Durchschnittsgeräte. Standards für Waschmaschinen, Boiler und Klimaanlagen werden folgen. Neben klassischen Haushaltsgeräten will die EU ab 2010 außerdem die Verbrauchswerte von Fernsehern, Computern, externen Netzteilen, Digitalempfängern und Geräten im Stand-by-Betrieb reduzieren.
Indirekte Energiesparmaßnahmen
Auch jene Bereiche, die selbst keinen Strom verbrauchen, für den Energieaufwand eines Haushalts aber relevant sind, werden stärker in den Fokus der EU-Regulierung rücken. So könnte es beispielsweise bald Richtlinien für Fenster oder Wasserleitungen geben. Indes wird die Zahl der noch im Handel erhältlichen Glühbirnen immer kleiner. Während die Österreicher die traditionelle Beleuchtungsquelle noch eifrig hamstern, wird es laut Johan Hatzenbichler, Beleuchtungsexperte des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie, in maximal drei Monaten keine klassischen Glühbirnen mehr zu kaufen geben. (pte/Klara Vakaj)
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