Was Strommessgeräte tatsächlich können: Gravierende Sicherheitsmängel festgestellt
- Können so heiß werden, dass sich Gehäuse verformt
- Anwenderfreundlichkeit? Bedienung meist kompliziert

Elektrogeräte im Stand-by-Modus können uns teuer kommen. Mit 150 Megawattstunden Stand-by-Verlust liegt Österreich gleich auf zweiter Stelle hinter Deutschland. Strommessgeräte sollen uns dabei helfen, diesen heimlichen Stromfressern auf die Spur zu kommen. Halten die Geräte aber auch, was sie versprechen?
Ein Test des Verbraucherschutzmagazins "Konsument" ergab: Nur zwei von sechs getesteten Geräten konnten den Stromverbrauch im Stand-by-Betrieb auch dann messen, wenn er unter drei Watt lag. Zwei Geräte wiesen sogar erhebliche Sicherheitsmängel auf.
Achtung Überhitzung!
NZR No-Energy und das Conrad Basetech wurden unter der zulässigen Höchstlast so heiß, dass sich deren Gehäuse verformte. Bei Kurzzeitmessungen noch unbedenklich, kann es bei Langzeitmessungen aber zu einer Überhitzung kommen - was vor allem dann gefährlich ist, wenn sich das Gerät in einem Einbauschrank befindet, wo die Wärme nicht entweichen kann.
Und so geht's
Das Messgerät wird zwischen Steckdose und Netzstecker gesteckt und eingeschaltet. Dann wird der Stromverbrauch in Watt angezeigt. Werden z.B. 500 Watt für einen Deckenfluter gemessen und man hat diesen eine Stunde eingeschaltet, hat man 0,5 kWh Energie verbraucht. Einige Geräte können auch die Kosten des Verbrauchs errechnen, gibt man den aktuellen Strompreis ein.
Nicht sehr bedienerfreundlich
Auch können einige Geräte Kostenprognosen pro Tag, Woche, Monat oder Jahr erstellen. Westfalia kann sogar automatisch zwischen Tag- und Nachttarif wechseln. Im Großen und Ganzen sind die Gerate aber nicht besonders bedienerfreundlich. Ihre Programmierung ist kompliziert bzw. kann nur unter Zuhilfenahme der Gebrauchsanleitung erfolgen. (apa/red)
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