Gift Risiko mit fatalen Folgen!

Toxische Substanzen. Gifte können unseren Lieblingen schnell zum Verhängnis werden. Daher ist es wichtig, zu wissen, wie man sich im Notfall richtig verhält!
Die Liste der für Hunde und Katzen giftigen Stoffe ist lang, und die damit verbundenen Gefahren sind sehr unterschiedlich. So können Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, Apathie, Bewusstlosigkeit oder Blutungen aus Körperöffnungen Anzeichen einer Vergiftung sein. Besonders heimtückisch sind jene Gifte, die keine Sofortwirkung zeigen, sondern erst nach und nach ihre grausamen Konsequenzen entfalten, wie es etwa bei Rattengift der Fall ist.
■ Wie man im Notfall richtig reagiert! Bei Vergiftungsverdacht sollte man unverzüglich den Tierarzt aufsuchen. Beweismittel wie Gift- und Verpackungsreste sollten (sofern möglich) mitgenommen werden. Tierärztin Elisabeth Zulehner von der Tierklinik Döbling erklärt dazu: Je mehr der Tierarzt über das Gift und den Vergiftungshergang weiß, desto schneller kann er mit der richtigen Behandlung gegensteuern. Erbricht das Tier oder wird es bewusstlos, sollte sein Halter sicherstellen, dass die Atemwege frei sind (Zunge hervorziehen und gegebenenfalls Mundhöhle ausräumen). Auf altbewährte Hausmittel, wie zum Beispiel das Einflößen von Salzwasser zum Erbrechen oder die Gabe von Milch zur Neutralisierung des Giftes, sollte unbedingt verzichtet werden. Meistens verschlimmern solche Maßnahmen die Situation zusätzlich.
■ Versteckte Risiken! Bei der Verwendung von Chemikalien wie Unkrautvernichtern, Düngern, Insekten- und Ungeziefergiften ist Vorsicht
geboten. Man kann sich nicht darauf verlassen, dass der eigene Vierbeiner die giftige Substanz nicht abschleckt oder gar verschluckt, selbst wenn auf der Verpackung das Gegenteil behauptet wird. Es genügt, wenn die Tiere über die toxischen (giftigen) Substanzen laufen und sie beim Sauberlecken der Pfoten aufnehmen. Das kann vor allem bei frei laufenden Katzen leicht passieren. Deshalb sollte man als Tierliebhaber am besten im eigenen Bereich ganz auf den Einsatz chemischer Substanzen verzichten.
■ Eine Frage der Dosis! Auch Schokolade, Avocados oder Trauben wirken bei Haustieren in größeren Mengen toxisch. Grund dafür ist, dass den Tieren die entsprechenden Enzyme in der Leber fehlen, um etwa den Kakao in der Schokolade abzubauen. NEWS-Tipp: Wer sich über die Wirkung einer Substanz nicht klar ist, sollte am besten bei der Vergiftungszentale unter der Telefonnummer 01/406 43 43 Rat einholen.
