Kampf ums Überleben? Wrabetz spart
40 Mio. mit Abbau von 440 Mitarbeitern
- NEWS: ORF-Chef will 20% der Ausgaben einsparen
- "Wir verlieren Zuseher an viele kleine Sender"

·Wrabetz denkt nicht
an vorzeitiges Ende
Stehen 440 Jobs und
Formel 1 vor dem Aus?
·ORF bekommt die
Rezession gar nicht
Halbjahresergebnis liegt
14 Mio. Euro unter Plan
"Der Abbau von 440 Mitarbeitern bringt 40 Millionen Euro. 25 von 100 Top-Jobs werden zusätzlich eingespart", sagt ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz im Interview mit der morgen erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS. Wrabetz weiter: "Insgesamt haben wir bis 2010 rund 20 Prozent der Ausgaben bei größtmöglicher Leistung für den Kunden eingespart." Bei der schwarzen Null 2010 geht Wrabetz "von dem zu erwartenden Minus 2009 aus, also 30 bis 50 Millionen Euro".
Zur Ablehnung der ÖVP hinsichtlich einer Gebührenrefundierung meint der ORF-Generaldirektor: "Ich verstehe das so, dass etwa ÖVP-Chef Josef Pröll meinte, ich müsse erst deutlich machen, dass ich das Maximum an Sparanstrengungen unternommen hätte.". Allerdings: "Wir kommunizieren sehr transparent alle unsere getroffenen Maßnahmen und ich gehe davon aus, dass das auch zur Kenntnis genommen wird."
Zuseher verliert der ORF laut Wrabetz "nicht an unsere Hauptkonkurrenz, sondern an kleine, auch neue Sender". Allerdings verliere ORF nicht adäquat zu den Quoten auch Geld, denn: "unsere Werbeblöcke in der Primetime sind zum Teil sogar besser gebucht als geplant". Die zuletzt schlechten Marktanteile erklärt der ORF-Boss so: "Manchmal mag zu gutes Wetter schuld sein, im Sommer hängt auch einiges vom Reise- und Freizeitverhalten der Österreicher ab." Generell hätten aber in der Programmierung "ein paar Entscheidungen der unmittelbar Verantwortlichen anders laufen müssen".
Das komplette Interview mit dem ORF-Chef über Reichweitenverluste und Personalentscheidungen lesen Sie in NEWS 36/09!
