Dienstag, 8. September 2009

Kofferpacken an Bord der Discovery:
"Es war eine sehr erfolgreiche Mission"

  • Astronauten kehren mit einer Tonne Müll zurück
  • Weltraumschrott kommt der ISS gefährlich nahe

Nach rund zwei Wochen im All hat sich die Besatzung der US-Raumfähre "Discovery" auf den Rückflug zur Erde vorbereitet. Zwischen dem Shuttle und der Internationalen Raumstation (ISS) wurden die Luken geschlossen, anschließend sollte die "Discovery" abkoppeln. Neben wissenschaftlichen Experimenten und Ausrüstung wird auch mehr als eine Tonne Müll zur Erde zurückgebracht.

In der vergangenen Woche waren 13 Astronauten fast rund um die Uhr im Einsatz, um einen neuen Kühltank für die ISS anzubringen und 18 Meter Kabel für einen neuen Aufenthaltsraum im All zu verlegen. "Es war eine sehr erfolgreiche Mission", sagte Danny Olivas in einem Fernsehinterview. "Jeder hier oben ist guten Mutes und wir sind bereit, heimzukehren."

Mit zurück bringt die "Discovery" den NASA-Astronauten Timothy Kopra. Seinen Platz in der ISS-Bordmannschaft nimmt NASA-Kollegin Nicole Stott ein. Der 13-tägige Flug der Raumfähre mit sieben Astronauten an Bord endet am Donnerstag mit der in Florida geplanten Landung.

Die NASA beobachtete unterdessen ein weiteres Stück Weltraumschrott, das sich der ISS gefährlich nähern könnte. Die Größe des Trümmerteils war nicht bekannt. Bisherigen Berechnungen zufolge sollte es allerdings nicht näher als 20 Kilometer an die ISS herankommen, erklärte die US-Raumfahrtbehörde. Am Freitag flog er Trümmerteil einer Ariane-5-Rakete dicht an der ISS vorbei, ohne Schaden anzurichten.

(apa/red)

8.9.2009 08:35