Optimistische Konjunkturentwicklung laut OECD: Gute Aussichten für Industriestaaten
- Prognose in G-7-Staaten auf -3,9 Prozent gesenkt
- Volkswirtschaften erholen sich schneller von Krise

Die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sieht die Konjunkturaussichten in den westlichen Industriestaaten etwas günstiger als noch vor einigen Monaten. In einem veröffentlichten Zwischenbericht korrigiert die OECD für die Euro-Zone ihre Prognose auf minus 3,9 Prozent (minus 4,8 Prozent).
Den G-7-Staaten sagte sie für das laufende Jahr ein Schrumpfen um 3,7 Prozent (statt minus 4,1 Prozent) voraus. Während die OECD auch für Japan, Frankreich, Italien, Großbritannien und Kanada bessere Zahlen als noch im Juni ermittelte, verharrt ihre Prognose für die USA bei minus 2,8 Prozent. Für Deutschland wird ein Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 4,8 Prozent in diesem Jahr vorausgesagt.
Die Juni-Zahlen stammten aus dem zweimal jährlich vorgelegten Wirtschaftsausblick der OECD. Die aktuellen Zahlen sind in einem Interimsbericht zusammengestellt, der - so die OECD - auf weniger Daten beruht und daher nicht als "update" des Wirtschaftsausblicks angesehen werden sollte.
Erholung schneller als angenommen
Die OECD geht davon aus, dass die Volkswirtschaften der G-7-Staaten und der Euro-Zone sich schneller von der Wirtschaftskrise erholen als vor wenigen Monaten vermutet. Trotzdem werde die Erholung vorerst nur langsam vorankommen.
Die OECD fordert diese Länder auf, sich auf ein Ende der massiven Unterstützung durch Geld- und Steuerpolitik einzustellen. Es sei wünschenswert, dass glaubwürdige Ausstiegsstrategien und Konsolidierungsmaßnahmen schon heute vorbereitet würden, auch wenn sie erst später umgesetzt würden.
(apa/red)

