Kranich packt offiziell heimische Fluglinie: Austrian Airlines gehört Lufthansa-Konzern
- Lufthansa-Chef Mayrhuber setzt letzte Unterschriften
- Symbolische Aktien-Übergabe am Wiener Flughafen
Turnaround wird Unternehmen noch einiges abfordern

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·AUA künftig unter Lufthansa-Flügeln
Fluglinie im letzten Jahr schwer absturzbedroht
Lufthansa und ÖIAG haben die Übernahme der Austrian Airlines (AUA) besiegelt. Lufthansa-Boss Wolfgang Mayrhuber und ÖIAG-Chef Peter Michaelis haben am Flughafen die Übergabe der Aktien symbolisch vollzogen. Damit ist die AUA ab sofort Teil des Lufthansa-Konzerns.
Lufthansa-Vorstandsvorsitzender Mayrhuber will, dass die AUA nach der Integration in den Lufthansa-Konzern bereits nächstes Jahr kein Geld mehr verliert. "Wir verbrennen derzeit Geld, wir sind cash-negativ. Wir werden nächstes Jahr cash positiv sein", sagte Mayrhuber nach der symbolischen Übergabe der Aktienmehrheit in Wien. Dann werde die Latte gelegt, so schnell wie möglich wieder operativ positiv zu sein.
Der Turnaround werde dem Unternehmen noch einiges abfordern. "Wir wollen rote Uniformen und keine roten Zahlen", sagte Mayrhuber. Die "Redimensierung" habe bereits begonnen "ohne am Passagier zu sparen". Mayrhuber sprach von einem "Dreiklang: Abbauen, Umbauen, Aufbauen". Mit dem Abbau sei bereits begonnen worden, die anderen Schritte würden folgen. "Wir wissen aber, dass wir keine Wunder erwarten können", so der Lufthansa-Chef.
Langes Tauziehen
Michaelis bezeichnete den Verkauf als die "komplizierteste Transaktion" der ÖIAG bisher. "Ich bin aber sicher, dass wir für die AUA keinen besseren Partner finden konnten." Die Zukunft werde für die AUA "sicher weitere Einschnitte bringen. Die Unsicherheit der letzten Monate ist aber zu Ende und die Zukunft der AUA ist nachhaltig gesichert."
Das seit Jahresbeginn amtierende Management-Duo der AUA, Peter Malanik und Peter Bierwirth, wird auch nach der Übernahme im Cockpit bleiben. "Von uns aus wollen wir diese erfolgreiche Zusammenarbeit fortsetzen", sagte Lufthansa-Vorstand Stefan Lauer. Mit der Übernahme wird die Lufthansa-Gruppe noch vor AirFrance/KLM zu der mit Abstand größten Fluggesellschaft Europas, die im Jahr rund 100 Millionen Passagiere befördert.
(apa/red)

