SkyEurope-Tiefflug in den Konkurs: 280.000
Menschen sitzen jetzt auf wertlosem Ticket
- Airline-Chef erwartet aber großteils Rückerstattung
- Auch die Fluglizenz wurde der Airline jetzt entzogen
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Rund 280.000 Menschen sitzen auf einem wertlos gewordenen Flugticket der in den Konkurs geschlitterten Billig-Airline SkyEurope, die aus Geldmangel ihren Flugbetrieb einstellen musste. So viele Tickets hat SkyEurope noch für den Rest der Saison verkauft, sagte deren Chef Nick Manoudakis. Er geht davon aus, dass der Großteil der Betroffenen ihr Geld zurückbekommt.
70 Prozent der Ticket-Käufer hätten über das Internet mit Kreditkarte gebucht, hier sei zumeist eine Refundierung in den Kreditkartenverträgen vorgesehen. Viele Verbraucher hätten auch eine Reiseversicherung, über die es eine Entschädigung geben könne. Die übrigen Betroffenen müssten versuchen, über das Konkursverfahren der slowakisch-österreichischen Airline eine Abgeltung zu bekommen. Der österreichische Kreditkarten-Abwickler PayLife (Visa, Mastercard) hat bereits begonnen den Kunden, die über Kreditkarten gebucht haben, ihr Geld zu retournieren.
Manoudakis weist Vorwürfe zurück
Den Vorwurf, dass es falsch gewesen sei, dass SkyEurope trotz offensichtlicher finanzieller Probleme weiterhin Flugtickets verkauft habe, wies Manoudakis zurück. Das zuständige Gericht in Bratislava habe grünes Licht für die Restrukturierung der Airline gegeben, deshalb habe man weiterhin Tickets verkaufen müssen, "sonst hätte das keinen Sinn gemacht".
Der SkyEurope-Chef räumte ein "dass die Preise in vielen Fällen zu niedrig waren in Anbetracht der Betriebskosten". Das gehöre aber zum Aufbau einer Marke dazu.
(apa/red)

