Freitag, 4. September 2009

Nächste Transfersperre? Nach Chelsea
droht auch Manchester United Ungemach

  • Wegen Wechsel von französischem Nachwuchskicker
  • Klubführung der "Red Devils" dementiert Vorwürfe

Nach Chelsea könnte nun auch Manchester United Ärger wegen des Transfers eines französischen Nachwuchsspielers drohen. Der französische Erstligist Le Havre wirft United vor, der Premier-League-Club habe den erst 16-jährigen Paul Pogba unrechtmäßig abgeworben und unter Vertrag genommen. Dies berichteten verschiedene englische Medien. "Das ist kompletter Unsinn", sagte ein Sprecher der "Red Devils". Alles sei nach den UEFA-Regeln abgelaufen.

Das sieht Alain Belsoeur, Le Havres Sportdirektor, völlig anders und will den "ernsten Fall" vom Weltverband FIFA prüfen lassen. "Wir sind zuversichtlich, dass wir gewinnen werden, weil es im besten Interesse nicht nur unseres Vereins, sondern des ganzen Sports ist", sagte Belsoeur. Pogba habe erklärt, auch in der kommenden Saison für seinen Heimatverein Le Havre zu spielen.

Am Vortag hatte ein ähnlicher Fall rund um Chelsea die Gemüter erhitzt. Die FIFA belegte den Club mit einem einjährigen Transferverbot und einer Geldstrafe von rund 900.000 Euro, da die Londoner das französische Talent Gael Kakuta vom RC Lens 2007 zum Vertragsbruch ermutigt hätten. Der Verein darf demnach in den kommenden Winter- und Sommer-Transferzeiten keine neuen Spieler verpflichten.

Chelsea hat bereits angekündigt, diese angeblich "willkürliche Entscheidung" der FIFA anfechten zu wollen, da die Sanktionen in "keinem Verhältnis zu dem angeblichen Vergehen und den Geldstrafen" stünden. Nun muss wohl der Internationale Sportgerichtshof CAS in Lausanne endgültig für Klarheit sorgen.

(apa/red)

4.9.2009 14:52