Fisichella darf im roten Ferrari düsen:
Italiener bekommt Freigabe von Force India
- Nimmt beim Heimrennen in Monza im Cockpit Platz
- Für glücklosen Badoer ist nach zwei Rennen Schluss

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BILDER: Räikkönen ringt Fisichella in Spa nieder
Giancarlo Fisichella hat sich seinen Lebenstraum von einem Cockpit beim italienischen Formel-1-Traditionsrennstall Ferrari erfüllt. Der Italiener wird bei seinem Heimspiel am 13. September beim Großen Preis von Italien in Monza den Platz des fehlbesetzten Ferrari-Ersatzmanns Luca Badoer übernehmen. Zeitgleich mit der Mitteilung der Scuderia gab Fisichellas bisheriger Rennstall Force India bekannt, den 36-jährigen Römer freizugeben. Fisichella wird auch für den Rest der Saison im Ferrari sitzen.
"Wir haben uns für Fisichella entschieden, weil wir von ihm einen wertvollen Beitrag für den Rest der Saison erwarten", sagte Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali. Vijay Mallya, der steinreiche Besitzer des in Silverstone beheimateten indischen Teams Force India, wollte seinem Piloten keine Steine in den Wege legen. "Giancarlo und sein Management sind mit dem Angebot von Ferrari an mich herangetreten. Für einen italienischen Fahrer ist ein Platz bei Ferrari ein langgehegter Traum. Niemand sollte sich dem in den Weg stellen." Eine finanzielle Einigung mit Ferrari stehe allerdings noch aus.
Ein Traum wird wahr
Fisichella hatte seit seinem Einstieg in die Formel 1 stets auf ein Engagement bei Ferrari gehofft. "Dass es im Herbst meiner Karriere noch geklappt hat, ist großartig", sagte Fisichella. "Ich bin Vijay (Mallya, Anm.) sehr dankbar, dass er diesem Transfer zugestimmt hat." In seiner seit 1996 währenden Karriere als Formel-1-Fahrer wurde der 224-fache Grand-Prix-Fahrer bisher dreimal als Sieger abgewinkt: 2003 in Brasilien in einem Jordan sowie 2005 in Australien und 2006 in Malaysia in einem Renault.
Badoer hatte den am 25. Juli in Budapest schwer verunglückten Stammpiloten Felipe Massa ersetzt, enttäuschte aber in den Rennen in Valencia und in Spa auf allen Linien. Nach seinem Aufstieg zum Stammpiloten erfüllte er nicht einmal die minimalen Erwartungen. Im Grand Prix von Europa in Valencia war er über den 17. Rang nicht hinausgekommen, eine Woche später in Spa hatte er den 14. und letzten Platz belegt. "Es ist schade, dass er nicht in der Lage war, in diesen beiden Rennen seinen wahren Wert zu beweisen", befand Domenicali.
Italiener stellt Klasse unter Beweis
Fisichella überraschte in Belgien hingegen mit Platz zwei hinter seinem künftigen Teamkollegen Kimi Räikkönen und stellte damit seine nach wie vor vorhandene Klasse unter Beweis. Beflügelt von den Spekulationen um einen bevorstehenden Wechsel hatte er in Spa auch sensationell für die erste Pole-Position seines nun alten Teams gesorgt.
Bei Force India wird Fisichella aller Voraussicht nach durch den bisherigen Ersatzfahrer Vitantonio Liuzzi (28) ersetzt. Der Italiener bestritt von 2005 bis 2007 für Red Bull und Toro Rosso insgesamt 39 Grand Prix. Force India kündigte jedenfalls an, den Namen des zweiten Fahrers neben dem Deutschen Adrian Sutil in den kommenden Tagen bekanntzugeben.
(apa/red)
