Loebs Australien-Sieg aberkannt: Hirvonen erbt Erfolg und baut seine WM-Führung aus
- Weltmeister wurde auf Rang 2 zurückgereiht
- Citroens am Grünen Tisch mit Strafminute belegt

Weltmeister Sebastien Loeb hat seinen errungen Sieg in der Rallye Australien verloren. Der Franzose wurde Stunden nach dem Rennen nachträglich mit einer Strafminute belegt und fiel auf den zweiten Rang zurück. Nach Ansicht der Rennkommissare entsprachen der vordere Stabilisator bzw. die Querstrebe an seinem Citroen C4 nicht dem technischen Reglement. Auch Loebs Teamgefährten Daniel Sordo und Sebastien Ogier erhielten jeweils eine Strafminute. Neuer Sieger ist der Finne Mikko Hirvonen im Ford Focus.
Der Skandinavier baute seine WM-Führung zwei Rennen vor Saisonende auf fünf Punkte vor Loeb aus, Citroen kann gegen das FIA-Urteil allerdings noch Berufung einlegen. Hirvonen hat durch die FIA-Entscheidung in der Weltmeisterschaft also nun nicht nur einen, sondern fünf Zähler Vorsprung. Es war der vierte Saisonsiegs Hirvonens in Folge, zwei Rennen vor Schluss kann Loeb seinen Titel damit nicht mehr aus eigener Kraft verteidigen. Loeb hatte zunächst mit 12,5 Sekunden Vorsprung auf Hirvonen gewonnen.
Der 52-fache Sieger in WM-Rallyes hatte mit einer taktischen Meisterleistung das Rennen zumindest auf der Straße für sich entschieden. Der 35-jährige Routinier hatte den Grundstein für seinen Erfolg gelegt, indem er sich kurz vor dem Ende der zweiten Etappe bewusst zurückfallen ließ, um nicht als erstes Fahrzeug in die Finaletappe starten und so die Zeit raubende Rolle des Straßenkehrers auf den Schotterpisten übernehmen zu müssen. Diese Position schanzte er Hirvonen zu, der deswegen auf den letzten zehn Sonderprüfungen wertvolle Zeit verlor.
Auf Platz drei blieb trotz der Zeitstrafe Sordo, Ogier fiel hinter den finnischen Ford-Fahrer Jari-Matti Latvala auf Rang fünf zurück. In der Team-Wertung liegt Citroen mit 133 Punkten 13 Zähler vor Ford in Front.
(apa/red)
