Wahlkampf biegt in heiße Phase ein: CDU und CSU werben für starke Union im Bund
- Deutsche Unionsparteien demonstrieren Einigkeit
- Großkundgebung in Düsseldorf mit Merkel & Seehofer

·Trotz Niederlage
kein Strategiewechsel
CDU betont gelassen -
SPD nun selbstbewusst
·Müntefering schließt Rot-Rot-Grün aus
Auf Bundesebene gibt es keine Zusammenarbeit
Die deutschen Unionsparteien haben zum Auftakt der heißen Wahlkampfphase Geschlossenheit demonstriert. Spitzenvertreter von CDU und CSU forderten ihre Anhänger bei einer Großkundgebung in Düsseldorf auf, mit ihrer Stimme am 27. September für eine starke Union und damit für klare politische Verhältnisse zu sorgen. Zugleich warnten sie, die SPD könne nach der Wahl entgegen allen Beteuerungen ein Bündnis mit der Linkspartei eingehen.
"Ich habe einige Kanzler erlebt, keiner vor Angela Merkel hatte dieses internationale und nationale Ansehen", sagte CSU-Chef Horst Seehofer bei der CDU-Veranstaltung vor rund 9.000 Unterstützern im gut besetzten ISS Dome. "Wo Angela Merkel drauf steht, da ist CDU/CSU drin. Wo Steinmeier drauf steht, ist Lafontaine und Gysi drin", sagte Seehofer.
"Wir brauche eine Regierung, eine Koalition mit Zukunft und Perspektive", forderte Unionsfraktionschef Volker Kauder. "Wir brauchen mehr Wachstum, wir brauchen Werte, wir brauchen Zusammenhalt in der Gesellschaft." Das gelinge nur, wenn die Union stark werde und Merkel wieder Bundeskanzlerin werden könne. Auch CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla appellierte an seine Zuhörer: "Wer stabile Verhältnisse will, muss CDU wählen."
Niedersachsens Regierungschef Christian Wulff betonte, CDU und FDP hätten die größten Übereinstimmungen in wichtigen Politikfeldern wie der Arbeitsmarkt-, Steuer- und Bildungspolitik. "Ich möchte nicht, dass wir die Wahl wiederholen müssen wegen unklarer Verhältnisse", sagte er. Nötig sei eine starke Union, so dass keine Regierung an ihr vorbei und mit Beteiligung der Linken gebildet werden könne.
"Wir kämpfen gegen Rot-Rot", sagte der Regierungschef von Nordrhein-Westfalen, Jürgen Rüttgers. "Die Linken haben schon mal einen deutschen Staat ruiniert, das können wir überhaupt nicht gebrauchen."
(apa/red)
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