Verrückter Diktator oder ernsthafter Plan? Gaddafi beantragte Auflösung der Schweiz!
- Territorium sollte an Nachbarländer aufgeteilt werden
- Erneute Provokation nach Vorfall mit Gaddafi-Sohn

·Kein Scherz: Gaddafi will Schweiz auflösen
UMFRAGE: Was ist Ihre MEINUNG zu dieser Idee?
Das hat die Welt - oder besser die UNO - noch nicht gesehen! Der ausgesprochen exzentrische lybische Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi wollte angeblich bei der UN-Vollversammlung formell beantragen, die Schweiz aufzulösen. Er habe dies bereits im Juli beim G-8-Gipfel in Italien gefordert, berichtete das Schweizer Fernsehen. Das schweizerische Staatsterritorium solle aufgeteilt und an die Nachbarländer verteilt werden, zitierte die Vizepräsidentin der Außenpolitischen Kommission des Schweizer Nationalrates, Christa Markwalder, die angeblichen Pläne Gaddafis. Laut UNO wurde diese Idee Gaddafis bereits vor Wochen abgelehnt.
Ein Antrag Libyens, im Rahmen der kommenden UNO- Generalversammlung die Aufteilung der Schweiz auf ihre Nachbarländer zu diskutieren, ist nach Angaben von UNO-Sprecher Farhan Haq schon vor Wochen abgelehnt worden. Haq sagte der Nachrichtenagentur SDA, Libyen habe einen solchen Programmpunkt vor etwa einem Monat tatsächlich einbringen wollen.
Da eine solche Forderung aber den Grundsätzen der UNO-Charta zuwider laufe, sei sie vom zuständigen Komitee für die Planung des Programmes der Generalversammlung sofort abgelehnt worden. Kein UNO-Mitglied dürfe die Existenz oder die Souveränität eines anderen Mitgliedes bedrohen, sagte der Sprecher von UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon. Der Text habe deshalb keine Aufnahme gefunden und sei nicht als UNO-Dokument zirkuliert oder veröffentlicht worden.
Libyen übernimmt am 15. September für ein Jahr den Vorsitz der UNO- Generalversammlung. Neuer Präsident wird der ehemalige libysche Außenminister Ali Abdessalam Triki. Die libysche UNO-Vertretung in New York beantwortete wiederholte Anfragen der SDA nicht. Die definitive Tagesordnung wird vor der Eröffnung der 64. Generalversammlung von einem 27-köpfigen Komitee festgesetzt, dem auch die fünf Vetomächte angehören. Letzte Änderungen sind noch bis zwei Tage vor Beginn der Versammlung möglich.
Nach Einschätzung von Haq ist es aber höchst unwahrscheinlich, dass der libysche Antrag noch in irgendeiner Form Eingang ins Programm finden könnte. Libyens Staatschef Gaddafi will erstmals seit 40 Jahren an der UNO- Generaldebatte, die am 23. September beginnt, teilnehmen. Die amerikanische Botschafterin Rice rief das libysche Staatsoberhaupt dazu auf, sich zu benehmen, wenn er nach New York komme.
(apa/red)
Paketfunde in Kanada10:02
Pornostar als Killer?29-jähriger Luka Magnotta soll Bekanntschaft ermordet, zerstückelt und verschickt haben
Caritas-Konferenz13:25
Eine Milliarde hungertSituation ist wegen Dürre und Nahrungsmangel in Afrika am schlimmmsten
