Nach Wahlverlusten Konsequenz gezogen: Thüringens Ministerpräsident Althaus geht
- CDU-Chef Althaus legt auch Partei-Vorsitz nieder
- Zu Jahresbeginn mit Skiunfall Schlagzeilen gemacht
Nach den schweren Verlusten der CDU bei der Landtagswahl tritt der thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus als Ministerpräsident und CDU-Chef in Thüringen zurück. Dies erklärte der deutsche Politiker nach Angaben der Staatskanzlei in Erfurt. Er lege seine Ämter mit sofortiger Wirkung nieder.
Bei der Landtagswahl am vergangenen Sonntag hatte die CDU fast zwölf Prozentpunkte verloren. Sie ist mit 31,2 Prozent der Stimmen aber immer noch stärkste Partei. Sie kann nur noch gemeinsam mit der SPD weiterregieren. Der 51-Jährige Regierungschef in dem ostdeutschen Bundesland reagierte mit seiner Entscheidung am Donnerstag auf Forderungen der eigenen Partei und der SPD, einer Koalition mit den Sozialdemokraten nicht im Wege zu stehen.
In den vergangenen Tagen mehrte sich die Kritik am Führungsstil von Althaus auch aus den eigenen Reihen. Die Parteispitzen aus Bund und Land hatten sich bis zuletzt vor ihn gestellt. "Mit sofortiger Wirkung trete ich als Ministerpräsident des Freistaats Thüringen und als Landesvorsitzender der CDU Thüringen zurück", hieß es nun in der Erklärung von Althaus.
Schwerer Skiunfall
Althaus hatte Anfang des Jahres mit einem schweren Skiunfall in Österreich Schlagzeilen gemacht, bei dem eine Skiläuferin getötet worden war. Er selbst erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma und war vier Monate lang arbeitsunfähig. Ein österreichisches Gericht verurteilte ihn wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe. Althaus arbeitete nach stationärer Reha-Behandlung am Bodensee wieder intensiv an seinem politischen Comeback an der Spitze Thüringens.
(apa/red)
Paketfunde in Kanada10:02
Pornostar als Killer?29-jähriger Luka Magnotta soll Bekanntschaft ermordet, zerstückelt und verschickt haben
Caritas-Konferenz13:25
Eine Milliarde hungertSituation ist wegen Dürre und Nahrungsmangel in Afrika am schlimmmsten

