Trotz Niederlage kein Strategiewechsel:
"Haben daran überhaupt nichts zu ändern"
- Deutschland: CDU-Spitze bleibt betont gelassen
- SPD: "Es gibt die Chance, dass wir gewinnen"

·Schwere Verluste ein
"Weckruf" für die CDU
Keine Vorentscheidung für die Bundestagswahl
·Merkel muss herben Dämpfer einstecken
CDU fährt gleich in zwei Ländern Wahlschlappe ein
·Trotz Verlusten bleibt
CDU stärkste Partei
Linke Bündnisse in der Regierung jetzt möglich
·Müntefering schließt Rot-Rot-Grün aus
Auf Bundesebene gibt es keine Zusammenarbeit
·Althaus und Ramelow
uneinig über Wahlsieg
Streit über Regierungs-
auftrag in Thüringen
Trotz zweistelliger Verluste am Wahlsonntag sieht die CDU-Spitze keinen Grund für einen Strategiewechsel im Bundestagswahlkampf. Kanzlerin Merkel kündigte jedoch an, das Thema soziale Gerechtigkeit stärker betonen zu wollen. Während SPD, Grüne und Linke nun darauf hoffen, eine schwarz-gelbe Mehrheit im Bund zu verhindern, ist die Regierungsbildung in Thüringen und dem Saarland schwierig.
Ungeachtet einer Reihe von Stimmen aus der Union, die eine härtere Gangart im Bundestagswahlkampf einforderten, hob CDU-Chefin Merkel hervor: "Es ist klar, dass wir an der Strategie überhaupt nichts zu ändern haben." Schlüsselthemen auch im Bundestagswahlkampf seien "Wachstum und Arbeit". Dabei spiele soziale Gerechtigkeit für die Menschen "eine sehr zentrale Rolle".
"Besonnenheit und Vollgas"
Ähnlich äußerten sich weitere CDU-Spitzenpolitiker in Berlin. "Wir wollen einen sachlichen Wahlkampf führen", sagte Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff. Hessens Regierungschef Roland Koch nannte die Ergebnisse vom Sonntag, bei denen die CDU im Saarland und Thüringen herbe Verluste erlitten hatte, einen "Weckruf". CSU-Chef Horst Seehofer sprach sich in München für "Besonnenheit und Vollgas" im Wahlkampfendspurt aus.
SPD glaubt an Siegchance
Die SPD sah indes Rückenwind für ihren Bundestagswahlkampf. "Es gibt die Chance, dass wir gewinnen", sagte Parteichef Franz Müntefering in Berlin. Zugleich versicherte er, eine Zusammenarbeit mit der Linken auf Bundesebene sei für die Zeit bis 2013 ausgeschlossen. "Aber die Zeit wird vorbeigehen", fügte Müntefering mit Blick auf die derzeitigen Differenzen zwischen SPD und Linken hinzu.
(apa/red)
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