Montag, 31. August 2009

Häftlinge bekommen besseres Essen als Kranke: Spitalkost lässt zu wünschen übrig

  • Britische Studie: 40 Prozent der Patienten fehlernährt
  • Im Gefängnis sind Speisen qualitativ hochwertiger

Die Häftlinge in britischen Gefängnissen werden besser ernährt als die Patienten in den staatlichen Krankenhäusern des Königreichs: Zu diesem Ergebnis kommt eine veröffentlichte Studie der Universität Bournemouth. Den Autoren zufolge lässt die Qualität der Krankenhauskost zu wünschen übrig, zudem werde nicht hinreichend überwacht, dass die Patienten auch wirklich alles aufessen.

Laut Studienautor John Edwards sind rund 40 Prozent der Patienten bereits fehlernährt, wenn sie ins Krankenhaus kommen. Während ihres Aufenthalts dort bessere sich ihr Ernährungszustand nicht.

Im Gefängnis sei der Nährwert der servierten Speisen dagegen sehr gut und "besser als das, was viele Leute essen". So werde nicht gesalzen und es gebe selten Frittiertes. In den Krankenhäusern nähmen die Patienten oft nicht genug Nahrung zu sich. Dies könne einerseits an Appetitlosigkeit durch Krankheit liegen, andererseits werde den Kranken möglicherweise nicht genügend dabei geholfen, genug zu essen und zu trinken. (apa/red)

31.8.2009 14:45