Merkel muss herben Dämpfer einstecken:
CDU-Wahlschlappe in gleich zwei Ländern
- Zweistellige Verluste in Thüringen und dem Saarland
- Sozialdemokraten verspüren neuen "Rückenwind"

·Trotz Verlusten bleibt
CDU stärkste Partei
Linke Bündnisse in der Regierung jetzt möglich
·Müntefering schließt Rot-Rot-Grün aus
Auf Bundesebene gibt es keine Zusammenarbeit
·Althaus und Ramelow
uneinig über Wahlsieg
Streit über Regierungs-
auftrag in Thüringen
Die Spitzengremien der im deutschen Bundestag vertretenen Parteien kommen in Berlin zusammen, um die Ergebnisse der Landtags- und Kommunalwahlen zu analysieren und deren Auswirkungen auf die heiße Phase des Bundestagswahlkampfes zu beraten. Die CDU von Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte vier Wochen vor der Bundestagswahl einen herben Dämpfer erlitten.
Im Saarland und in Thüringen erlitt sie zweistellige Verluste und büßte ihre absoluten Mehrheiten ein. In beiden Ländern sind stattdessen erstmals Linksbündnisse aus SPD, Linkspartei und Grünen möglich. In Thüringen könnte es sogar für SPD und Linke allein reichen. In Sachsen hielt die CDU hingegen knapp ihr Ergebnis von 2004 und kann ihr Wunschbündnis mit der FDP eingehen.
CDU verliert in zwei Ländern
Die CDU erklärte entsprechend die Bundestagswahl zu einer Richtungsentscheidung. Die Sozialdemokraten verspürten angesichts der CDU-Verluste und der neuen eigenen Machtoptionen in zwei Ländern Rückenwind für ihre Aufholjagd zur Bundestagswahl am 27. September. Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier betonte, die Bundestagswahl sei noch lange nicht gelaufen.
Er spürt nach den Wahlen "Rückenwind" für seine Partei im Bundestagswahlkampf. "Zwei Dinge sind klar: Dramatische Verluste bei der Union, Schwarz-Gelb wird nicht gewollt. Und wir gewinnen das Ruhrgebiet und große Städte in Nordrhein-Westfalen zurück", sagte der Außenminister.
(apa/red)
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