Sonntag, 6. September 2009

Deutlich mehr Verkehr im Sommer 2009: Kilometerlange Staus trotz Wirtschaftskrise

  • Urlaubsstimmung von Finanznöten offenbar ungetrübt
  • 35 km: Längster Stau des Jahres vor Tauerntunnel

Die Bilanz des Sommerreiseverkehrs fällt eher negativ aus. Das Verkehrsaufkommen auf Österreichs Transitrouten an den Ferienwochenenden war heuer nämlich stärker als in den vergangenen zwei Jahren. Wirtschaftskrise und hohe Energiepreise hatten auf die Urlaubslust der Deutschen und Österreicher offensichtlich keine oder nur kaum Auswirkungen, so der ÖAMTC.

Insgesamt wurden an den Samstagen und Sonntagen ab Ferienbeginn bis -ende in Ostösterreich rund 550 Staus mit einer Mindestlänge von 1,5 Kilometern gemeldet. Knapp zehn Prozent mehr als im Vorjahr. "Allein die Dichte an Staus an den einzelnen Wochenenden zeigt, dass der Trend zum Urlaub mit dem Auto heuer intensiver ausgeprägt war als im Vorjahr", meinte Verkehrsexperte Christian Dachs. So gab es in den Sommerferien 2008 insgesamt drei Wochenenden mit mehr als 60 Staus, heuer waren es drei Wochenenden, an denen sogar über 70 Verzögerungen auf Hauptreiserouten registriert wurden.

Ein Trend ist allerdings deutlich zu erkennen. Viele Urlaubsreisende werden zeitlich flexibler. Nach wie vor sind die Samstage die staureichsten Reisetage im Sommer, es gab heuer auch an den Freitagen und speziell Sonntagen häufiger Verzögerungen auf den Transitrouten als in den vergangenen Jahren.

Tauerntunnel Spitzenreiter
Die am stärksten belastete Strecke war auch in diesem Jahr die Tauern Autobahn (A10). "13 Prozent aller Staus im Reiseverkehr konzentrierten sich auf diese wichtige Achse Richtung Adria", so Dachs, "gefolgt von West Autobahn (A1) mit acht Prozent und der Fernpass-Strecke (B179) mit sieben Prozent." Der längste Stau wurde vor dem Tauerntunnel Richtung Süden mit einer Länge von knapp 35 Kilometern gemessen - das hat fast schon Tradition. 2008 lag der Rekord bei 40 Kilometern.

(apa/red)

6.9.2009 15:25