Bombenalarm vor Botschaft Südafrikas:
62-jähriger Kärntner als Übeltäter entlarvt
- Wollte Gegenstände nur "vorübergehend ablegen"
- War laut eigener Aussage nicht als Drohnung gedacht

Der Fall rund um dem Fund verdächtiger Gegenstände vor der südafrikanischen Botschaft in Wien-Döbling ist geklärt. Die Polizei konnte einen 62-jährigen Kärntner ausforschen. "Von einer politisch motivierten Tat kann nicht gesprochen werden", sagte Polizei-Sprecher Roman Hahslinger der APA. Der Mann - dessen Aussagen teilweise sehr widersprüchlich waren - hatte offenbar keine kriminellen Absichten.
Bei der Einvernahme gab er an, dass er lediglich bei der Botschaft vorsprechen wollte, um ein Bauprojekt für Südafrika vorzuschlagen. Nachdem die Behörde am Sonntag geschlossen hatte, hinterlegte er die Gegenstände in einem Plastiksack vor dem Eingang und fuhr Heim nach Kärnten. Bei den Behältnissen handelte es sich um einen Rohrzylinder und einer Metalldose - nach Angaben des 62-Jährigen - gefüllt mit Koffeinkristallen und Zuckernüssen. Dazu will er eine Architekturzeitung, zwei Briefmarken und eine Schreiben an die Botschaft beigelegt haben.
Ausgeforscht wurde der Mann nach Erhebungen am Tatort und zahlreichen Befragungen. Der Abschlussbericht der kriminaltechnische Untersuchung des Innenministeriums liegt noch nicht vor. Sollte sich herausstellen, dass die Substanzen in den gefundenen Behältern tatsächlich "weit entfernt von Sprengmasse sind", wird der Kärntner auch nicht weiter strafrechtlich verfolgt, so der Polizeisprecher.
Behördenmitarbeiter haben am Montag gegen 8.00 Uhr verdächtige metallische Gegenstände auf dem Gehsteig vor dem Haupteingang in die Botschaft gefunden und die Polizei verständigt. Ein Vortest durch den Entschärfungsdienst des Innenministeriums ergab, dass sich keine sprengfähigen Substanzen in den Gegenständen befanden. Ein Drohbrief oder Bekennerschreiben wurde nicht gefunden.
(apa/red)
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