Freitag, 4. September 2009

Nach der Absage des Ulrichsberg-Treffens: Umstrittener Obmann Ressenig tritt zurück

  • Ulrichsberggemeinschaft sucht nach neuer Führung
  • Treffen wird es in bisheriger Form nicht mehr geben

Der umstrittene geschäftsführende Obmann der Ulrichsberggemeinschaft, Wolf Dieter Ressenig, ist zurückgetreten. Derzeit führt Engelbert Tautscher die Geschäfte des Vereins, er hat angekündigt, dass es das Ulrichsbergtreffen in der bisherigen Form nicht mehr geben wird. Derzeit sucht man nach einer neuen Vereinsführung.

Das Treffen war Ende August abgesagt worden, nachdem Verteidigungsminister Norbert Darabos die Unterstützung durch das Bundesheer untersagt hatte. Dieser Schritt war erfolgt, weil bekannt geworden war, dass Ressenig via Internet NS-Devotionalien zum Verkauf angeboten haben soll. Hatte es vorerst geheißen, die Veranstaltung sei nur verschoben, ist sie nun definitiv abgesagt. Nun ist auch der Obmann zurückgetreten, berichtet die "Kleine Zeitung".

Tautscher begründet die Entscheidung, dass es die Veranstaltung bei der Gedenkstätte auf dem Ulrichsberg nicht mehr geben wird, unter anderem mit den hohen Kosten, die nicht bewältigbar seien. Bisher hatte das Bundesheer - gratis - für den Transport der meist betagten Teilnehmer auf den Berg gesorgt. Die Feier soll künftig im Tal durchgeführt werden, etwa in Form einer Friedenswallfahrt.

(apa/red)

4.9.2009 12:35