Donnerstag, 3. September 2009

Wiener Verfassungsschützer nimmt seinen Hut: Freiwilliger Rücktritt von Autericky

  • Bestreitet Zusammenhang mit Tschetschenen-Mord
  • Grund: Optionen bei Polizei und Privatwirtschaft

Der oberste Wiener Verfassungsschützer hat seinen Hut genommen: Der Chef des Landesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, Werner Autericky, bestätigt seinen Rücktritt und spricht von einem "freiwilligen Akt".

Er reagierte damit auf einen entsprechenden Bericht des "Kurier". Dass er dazu - wie in der Tageszeitung vermeldet - gedrängt wurde, bestreitet er: "Der Rücktritt war ein freiwilliger Akt von mir", sagte Autericky.

Fünf Jahre Staatsschutz seien genug, sagte Autericky, der sich derzeit auf Urlaub befindet. Er habe jetzt Gelegenheit, sich neue Ziele zu stecken. Dass sein Abgang etwas mit dem Fall des getöteten tschetschenischen Flüchtlings Umar Israilov zu tun haben könnte, stellt er in Abrede. Vielmehr hätten sich neue Optionen bei der Polizei sowie in der Privatwirtschaft aufgetan. "Ich bin auch in einem Alter, wo ich mir das zutrauen darf."

(apa7red)

3.9.2009 16:51