Mittwoch, 2. September 2009

Alkohol, Nikotin, Suizid und Mobbing ...:
OECD sorgt sich um österreichische Jugend

  • Kinderbericht: Auch Sterblichkeit überdurchschnittlich
  • Schlechtes Zeugnis für Chancengleichheit bei Bildung

Obwohl Österreich deutlich mehr Geld für Kinder und Jugendliche ausgibt als die meisten anderen OECD-Länder, äußerte die OECD in ihrem in Berlin präsentierten Kinderbericht Besorgnis über den Zustand des heimischen Nachwuchses. Überdurchschnittlich hoch sei hierzulande der Alkohol- und Nikotinkonsum, die Selbstmordgefahr, das Mobbing an Schulen und sogar die Sterblichkeit.

Die gute Nachricht vorweg: Das durchschnittliche Familieneinkommen ist im OECD-Vergleich hoch und der Anteil von Kindern, die in relativer Armut leben ist nur halb so hoch wie im OECD-Durchschnitt (6,2 gegenüber 12,4 Prozent), heißt es in dem Papier. Auch sind Familien in Österreich weitgehend in der Lage, Kindern die grundlegenden Mittel zum Schulbesuch bereitzustellen. Dabei ist der Anteil der Finanztransfers an den kinderbezogenen Ausgaben so hoch wie in kaum einem anderen OECD-Land.

Kaum Chancengleichheit gegeben
Doch trotz der großzügig bemessenen Mittel und des materiellen Wohlstands schneidet Österreich bei der Herstellung von Chancengleichheit in Form eines gleichwertigen Bildungserfolgs deutlich schlechter ab als die meisten anderen OECD-Länder. So sind die Leistungsunterschiede zwischen starken und schwachen Schülern vergleichsweise groß und das bei eher durchschnittlichen Leistungen.

Zu tief ins Glas geschaut
Besorgniserregend sei der exzessive Alkoholkonsum von Jugendlichen, der in Österreich überdurchschnittlich verbreitet scheint: So berichten 22,7 Prozent der 13- bis 15-Jährigen, dass sie schon mindestens zweimal betrunken waren, im OECD-Mittel sind es nur knapp 20 Prozent. Auch beim Rauchen sind die Österreicher Früheinsteiger: Der Anteil der regelmäßigen Raucher unter den 15-Jährigen liegt mit 27 Prozent um mehr als ein Drittel über dem OECD-Schnitt. Mobbing scheint an österreichischen Schulen stärker vertreten zu sein als im OECD-Schnitt: So geben 16 Prozent der Schüler an, kürzlich gemobbt worden zu sein - gegenüber elf Prozent im OECD-Schnitt.

(apa/red)

2.9.2009 08:03
Vasant, 02. 09. '09 11:17
Wen wunderts?
Die Politiker bieten keinerlei Perspektiven für die Jugend,
weil sie sich nicht mal annähernd in deren Lage versetzen
können und wollen und erst wenn es viel zu spät ist, dann
läuten erst die Alarmglocken und man ist fassungslos;)

Es gibt keinerlei Verbote gegen Flatrate Partys und Lock-
angebote von Lokalbetreibern, die Polizei wird mehr bei
Radarkontrollen eingesetzt, weil dort kann man ja auch
besser kassieren und das ganze System ist überfordert
und hilflos dank unserer Top bezahlten Politiker und
Parteien in Österreich, die ihre Prioritäten bereits vor
Jahren schon außerhalb von Österreich gesetzt haben!

Armes Österreich!


Meine Meinung!
scoobidoo, 07. 09. '09 09:20
Re: Wen wunderts?
IMMER SOLLEN ES DIE ANDEREN RICHTEN!!!WAS FÜR EIN BLÖDSINN!! GENAU DESWEGEN HABEN WIR DIESE PROBLEME!!! JEDER EINZELNE JUGENDLICHE SOLL SEINEN HAUSVERSTAND NUTZEN UND VERANTWORTUNG (FÜR SICH SELBST!!!) ÜBERNEHMEN!!! DAFÜR BRAUCH ICH KEINE SCHEISS INSTITUTION!!!PUNKT!!!