Wilde Gerüchte um Straches Ex-Firma:
Angeblich Söldner für Irak ausgebildet
- Geht aus Akten des Heeres-Abwehramtes hervor
- Vilimsky dementiert Vorwürfe: "Völliger Schwachsinn"

·"Absurde und ganz
gemeine Unwahrheit"
Strache weist kasachische
Einflussnahme zurück
·"profil"-Umfrage: SPÖ und ÖVP gleichauf
Beide liegen bei 32% gefolgt von FPÖ mit 20%
FPÖ-Obmann Strache soll an einer Firma beteiligt gewesen sein, die Söldner für den Irak ausgebildet haben soll. Dies geht aus Akten des Heeres-Abwehramtes hervor, die dem Spitzel-Untersuchungsausschuss im Parlament vorliegen sollen. FPÖ-Generalsekretär Vilimsky wies die Vorwürfe zurück.
Laut einem Bericht der Tageszeitung "Österreich" soll Strache von März 2002 bis Ende 2004 Teilhaber und dann Gesellschafter der Firma "Care Partners Werbeberatungsgmbh" gewesen sein. Das Unternehmen sei später in die "ESS Security Services GmbH" umgewandelt worden. Und diese Firma soll laut dem Bericht im Jahr 2004 im burgenländischen Deutsch Tschantschendorf Österreicher als Söldner für den Irak ausgebildet haben.
Auch heimische Soldaten angeworben?
Laut den Akten des Abwehramtes habe die "ESS" auch heimische Soldaten für den Irak als Söldner akquirieren wollen. Das hätte einen Verstoß gegen das österreichische Neutralitätsgesetz bedeutet.
Vilimsky weist Vorwürfe vehement zurück
FPÖ-Generalsekretär Vilimsky wies die Vorwürfe zurück. "Das ist ein völliger Schwachsinn", sagte Vilimsky. Strache sei lange vor der fraglichen Zeit, zu der die Aktivitäten stattgefunden haben sollen, aus der Firma ausgestiegen.
Vilimsky verwies darauf, dass derartige Vorwürfe bereits im Jahr 2005 erhoben worden sind. Und schon damals habe man klargestellt, dass diese Vorwürfe haltlos seien. Strache habe mit Partnern eine Firma besessen, die Menschen günstigen Zahnersatz finanzierte. 2004 habe Strache seine Anteile zur Gänze übertragen und in weiterer Folge weder unmittelbar noch mittelbar mit dieser Firma zu tun gehabt. Er sei ausgestiegen, lange bevor die Nachfolgefirma Söldner für den Irak ausgebildet haben soll. Das sei "der sechste Aufguss einer alten Geschichte", sagte Vilimsky, der eine Klage gegen die Tageszeigung "Österreich" ankündigte. (apa/red)
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